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HSV distanziert sich von homofeindlichem Spruchband

IMAGO / Oliver Ruhnke

Beim Heimspiel des Hamburger SV gegen Hansa Rostock (0:1) ist am Sonntag ein homofeindliches Spruchband gezeigt worden. Der HSV hat sich davon nun distanziert.

"Diskriminierung hat beim HSV keinen Platz"

"Ganz MV ist schwul – Besonders dieser Hansa Hool", stand auf dem Banner, das während des Spiels auf der Nordtribüne hochgehalten wurde. "Wir distanzieren uns klar und deutlich von diskriminierenden Inhalten", schrieb der HSV auf Twitter. "Diskriminierung hat im Volksparkstadion und beim HSV keinen Platz! Unsere Raute steht für Vielfalt und Diversität."

Noch am Sonntag begann der Klub mit den Aufklärungsarbeiten. Der "von Einzelpersonen initiierte und umgesetzte Vorgang" soll mit "aller Konsequenz und Klarheit" aufgearbeitet werden, kündigten die Hamburger an. "Trotz unserer vielen Bemühungen und Projekte in der Präventionsarbeit der vergangenen Jahre müssen wir feststellen, dass diskriminierendes Verhalten noch immer möglich ist und wir als HSV weiter mit aller Kraft und Überzeugung für ein Volksparkstadion frei von Diskriminierung einstehen und kämpfen müssen“, erklärt Chief Culture & Marketing Officer (CMO) Cornelius Göbel.

HSV will Videoaufnahmen sichten

Um die notwendige Aufklärung zu garantieren, will der HSV in den kommenden Tagen alle relevanten Videoaufnahmen sichten und klar identifizierbare Personen zu einem Stadionverbotsgespräch vorladen. Göbel untermauert in diesem Kontext: "Wir sind trotz des Vorfalls vollumfänglich handlungsfähig und werden entlang unserer klar geregelten Stadionordnung, die einen Antidiskriminierungsparagraphen enthält, vorgehen."

Darüber hinaus soll es einen kommunikativen Austausch mit der aktiven Fanszene geben. "Wir sind davon überzeugt, gemeinsam mit der aktiven Fanszene, dem Supporters Club, dem Fanprojekt und allen Stadionbesuchern das Volksparkstadion als einen Ort gelebter Vielfalt und Diversität zu erhalten. Dafür gilt es aber auch, den Zusammenhalt in Form von dialogorientierter Zivilcourage auf der Tribüne und im ganzen Stadion zu zeigen." Ob die Hamburger nun mit einer Geldstrafe seitens des DFB rechnen müssen, ist nicht bekannt.