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HSV hadert mit Punktverlust: "Verdammt viel falsch gemacht"

IMAGO / Joachim Sielski

Ganz bitterer Sonntag für den Hamburger SV: Trotz einer 3:0-Führung holte das Team von Trainer Daniel Thioune nur ein 3:3 bei Hannover 96. Den Coach und seine Spieler ärgerten die ausgelassenen Chancen und die schwache Verteidigung. Auch Aaron Hunt konnte sich über seinen Dreierpack nicht freuen.

"Selbst in Not gebracht"

Seit 2007 hatte Aaron Hunt auf diesen Moment warten müssen, wirklich freuen konnte er sich nach dem Abpfiff aber dennoch nicht. Der 34-Jährige hatte beim 3:3 seines Hamburger SV bei Hannover 96 am Ostersonntag die Gäste mit einem Dreierpack zu einer beruhigenden 3:0-Führung gebracht (14./34./50.). Für einen Sieg hatte es aber letztlich nicht gereicht. "Wenn man auswärts mit 3:0 führt und noch 3:3 spielt, dann ist man sehr unzufrieden. Wir hatten nach dem 3:0 noch zwei, drei weitere hundertprozentige Chancen, so dass wir auch das 4:0 oder 5:0 hätten machen müssen. So haben wir uns selbst in Not gebracht", wird Hunt auf der Vereinshomepage zitiert.

Hannover nutzte diese Nachlässigkeiten und glich durch Genki Haraguchi (56./84.) sowie Marvin Duksch (68.) noch aus. "Wir müssen es ganz anders, viel souveräner mit mehr Körperlichkeit und Ballbesitz runterspielen. Das haben wir nicht geschafft. Es war nicht gut, was wir heute gemacht haben, das müssen wir ganz klar festhalten", war Hunt angefressen.

Keine Premiere

Aufgrund des Spielverlaufs sprach auch Trainer Daniel Thioune von einer gefühlten Niederlage: "Denn wenn man aus einem 3:0 noch ein 3:3 werden lässt, dann hat man verdammt viel falsch gemacht." Es war nicht das erste Mal, dass der HSV in dieser Saison eine Führung aus der Hand gegeben hatte. 19 Mal gingen die Rothosen bislang in Führung, am Ende gab es 14 Siege, immerhin nur eine Niederlage. Doch auch beim 3:3 Anfang Februar gegen Erzgebirge Aue hatten die Norddeutschen mit 3:1 geführt und trotzdem nicht gewonnen.

Nun gab es eine – noch heftigere – Wiederholung. Was auch Torhüter Sven Ulreich mächtig ärgerte: "Wenn es dir einmal passiert, dann darf es dir eigentlich kein zweites Mal passieren. Doch genau das haben wir heute erlebt. Wir müssen weiter lernen: Wir müssen konsequent bleiben, das Tor verteidigen und keine dummen Fehler machen. Das haben wir heute leider nicht hinbekommen." Dennoch bleiben die Hanseaten auf dem zweiten Platz, liegen allerdings schon vier Punkte hinter Tabellenführer Bochum und sind nun punktgleich mit dem Dritten aus Fürth. Zudem hat Holstein Kiel mit vier Punkten weniger noch zwei Partien in der Hinterhand.

Trotz der Enttäuschung und Ratlosigkeit müsse der Blick nun auf das Spiel am Freitag zu Hause gegen den SV Darmstadt 98 gerichtet werden: "So unnötig und ärgerlich dieses Remis auch ist, ist ja nicht viel verloren. Wir werden das als Team kompensieren, es geht weiter!", meinte Thioune.