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HSV jubelt nach Last-Minute-Tor: "Ein richtig geiler Sieg"

(c) imago

Nach drei sieglosen Spielen konnte der Hamburger SV gegen den SC Paderborn mal wieder einen Dreier bejubeln. Entscheidenden Anteil am Erfolg hatten drei Einwechselspieler.

Koproduktion der Joker

Es lief bereits die vierte Minute der Nachspielzeit, als Manuel Wintzheimer den Ball zu David Kinsombi weiterleitete, der seinerseits Tommy Doyle bediente. Dessen Schuss von der Strafraumgrenze schlug zum umjubelten 2:1-Siegtreffer ein. Der ohnehin emotionale Schlusspunkt der Begegnung ist noch bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass alle drei am Tor beteiligten Spieler bis zur Halbzeit noch auf der Ersatzbank saßen. Matchwinner Doyle wurde sogar erst in der 90. Minute aufs Feld geschickt. "Dass ich wie schon in Aue in den letzten Minuten entscheidend einwirken konnte, freut mich mich persönlich natürlich extrem", frohlockte der englische U21-Nationalspieler auf der Vereinswebsite. "Wir hatten zuletzt einige Spiele, in denen wir den Sack nicht zugemacht haben, umso mehr freuen wir uns jetzt darüber, dass wir es heute geschafft und uns belohnt haben", erklärte der Mittelfeldmann.

Comeback nach dem "Dämpfer"

Sebastian Schonlau, Kapitän der Hamburger, betonte die mentale Komponente: "Es war ein schweres Spiel, zumal es auch vom Kopf her nicht einfach war nach dieser Serie von Unentschieden." Gegen Nürnberg, Aue und Düsseldorf hatte der HSV zuletzt nicht gewinnen können und war ins Tabellenmittelfeld abgerutscht. Auch gegen Paderborn hatte es lange nach einem Remis ausgesehen, nachdem die frühe Führung durch Moritz Heyer von Felix Platte ausgeglichen wurde. "Das war natürlich ein richtiger Dämpfer, und danach hatte Paderborn dann eine starke Phase und einige Chancen. Aber glücklicherweise haben wir mit Ferro (Daniel Heuer Fernandes, d. Red.) einen richtig guten Keeper und sind ins Spiel zurückgekommen – und Tommy hat uns dann erlöst. Dieser Sieg macht mich wirklich glücklich und auch stolz", lobte Schonlau seine Teamkollegen.

Aufstiegsplätze wieder in Sichtweite

Geradezu euphorisch wurde Jonas Meffert: "Das war einfach so geil heute Abend, ein richtig, richtig geiler Sieg!" Lob gab es auch vom Trainer: "Wir sind sehr zufrieden mit uns, weil wir ein tolles Spiel abgeliefert und bis zum Ende, bis zur letzten Minute an uns geglaubt und alles gegeben haben," würdigte Tim Walter die Leistung seiner Spieler. "In dieser Mannschaft herrscht ein ganz besonderer Spirit!" Die Hanseaten nutzten somit ihre Chance, mit dem SCP gleichzuziehen und Druck auf die Tabellenspitze zu machen. Im Optimalfall könnte der Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz nach dem Spieltag bei nur noch einem Zähler liegen.