HSV marschiert weiter: "Dieser Sieg war ein gutes Statement"
Der Hamburger SV hat am 23. Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg nichts anbrennen lassen und den fünften Heimsieg in Serie erzielt. Die Art und Weise, wie der Tabellenzweite diese Aufgabe gelöst hat, ließ die Beteiligten nach der Partie ins Schwärmen kommen.
"Wir hatten eine überragende Energie auf dem Platz"
Obwohl die Hamburger sich bereits über die gesamte Saison in einer guten Verfassung präsentieren, war das 3:0 gegen die Franken von einer besonderen Qualität. Vom Anpfiff weg nahm der Gastgeber das Spiel in die Hand und ließ kaum Zweifel aufkommen, dass alle drei Punkte in der Hansestadt bleiben. Kapitän Sebastian Schonlau konnte daher festhalten: "Es war von vorn bis hinten ein gutes Spiel. Wir hatten eine überragende Energie auf dem Platz". Torhüter Heuer Fernandes pflichtete ihm bei: "Die Bereitschaft und Mentalität haben gestimmt. Wir waren in jedem Moment voll auf dem Platz."
Dem HSV gelang es erstmals nach drei Partien wieder, kein Gegentor zu kassieren. Trainer Tim Walter sprach seiner Defensive dafür ein Sonderlob aus: "Ferro hat wieder zu Null gespielt, zudem haben wir keine Chancen zugelassen und sehr konzentriert und gut verteidigt." Sein Abwehrchef hob hervor, dass das Pressing ein wichtiger Faktor dafür war, dass die Gäste kaum etwas zu melden hatten. "Die Jungs sind vorn super angesprintet, das erleichtert uns hinten die Arbeit und damit kauft man dem Gegner schnell den Schneid ab. Genauso wollen wir auftreten", lobte Schonlau seine Teamkollegen. Zudem freute es ihn, dass seine Mannschaft fußballerisch mehr überzeugen konnte als in den vorherigen Wochen.
Ärger über VAR-Eingriff: "Das ist keine klare Fehlentscheidung, sondern einfach Fußball"
Tatsächlich traten die Hausherren am Samstagnachmittag besonders spielfreudig auf und zeigten insbesondere beim 1:0 ihr fußballerisches Können, als Jean-Luc Dompé einen Freistoß aus über 20 Metern direkt verwandelte. "Wir haben drei schöne Tore geschossen, speziell der Freistoß war natürlich Sahne", frohlockte Trainer Tim Walter. Er und seine Schützlinge waren sich in den Stimmen nach dem Spiel einig, dass der HSV an diesem Tag noch mehr Tore hätte erzielen können. Unter anderem wurde Robert Glatzels Treffer in der 72. Minute nach VAR-Eingriff aberkannt. Völlig unverständlich für den vermeintlichen Torschützen: "Bei meinem Tor liegt zwar eine kleine Berührung vor, aber es ist mir unerklärlich, warum der VAR da eingreift und das Tor noch zurücknimmt. In meinen Augen ist das keine klare Fehlentscheidung, sondern einfach Fußball."
Am Ende gelang aber noch das 3:0, womit der höchste Saisonsieg erreicht wurde. "Dieser Sieg war ein gutes Statement, ein guter Schritt nach den letzten Wochen", meint Glatzel. Mit dem vierten Sieg im sechsten Rückrundenspiel befindet sich der HSV auf einem guten Weg. "Wir müssen unser Ding weiter voll durchziehen und die Spiele genauso wie heute angehen", appelliert Heuer Fernandes. Der Vorsprung auf den vierten Tabellenplatz wurde durch die Patzer von Paderborn und Kaiserslautern auf neun Punkte ausgebaut. Verfolger Heidenheim liegt fünf Zähler entfernt und ist am Abend im Topduell gegen Darmstadt gefordert.