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HSV "mit breiter Brust“ und Demut ins Nord-Derby

© IMAGO / Torsten Helmke

Mit Selbstbewusstsein will der Hamburger SV auf der Zielgeraden des Aufstiegskampfes dem Druck standhalten. Im Nordderby am Sonntag bei Hannover 96 soll durch den dritten Sieg in Serie der nächste wichtige Schritt in Richtung Bundesliga-Rückkehr gelingen.

"Andere spielen konstant und gut“

Angesichts der Tabellenkonstellation ist die Reise an die Leine für die Hanseaten mehr als nur ein prestigeträchtiges Nachbarschafts-Duell. "Die anderen Teams oben spielen konstant und gut“, verdeutlichte Trainer Daniel Thioune auf der Pressekonferenz die Bedeutung der Begegnung und macht deswegen aus seiner Erwartungshaltung kein Hehl: "Wir wollen die drei Punkte aus Hannover nach Hamburg mitnehmen.“

Tatsächlich kann nur ein Erfolg die günstige Ausgangsposition des Aufstiegs-Topfavoriten festigen. Den Anspruch hält Thioune allerdings nicht für problematisch: "Wir gehen optimistisch in jedes Spiel, denn wir wissen um unsere Qualität. Gleichzeitig sind wir aber auch demütig, denn wir wissen auch, dass wir jedes Mal an unsere 100 Prozent kommen müssen, um erfolgreich sein zu können.“

Für den Auftritt in Hannover kann der Coach auch wieder auf den zuletzt wegen einer Corona-Infektion pausierenden Torjäger Simon Terodde bauen: "Ob er von Anfang an spielen wird oder erst später ins Spiel kommt, werden wir sehen“ Neben dem Goalgetter stehen auch alle weiteren Verletzten der vergangenen Wochen mit Ausnahme von Abwehrspieler Toni Leistner wieder zur Verfügung. "Wir bekommen viel Qualität zurück“, sagte Thioune zur Entspannung der Personalsituation nach der Länderspielpause.

"Schauen vorrangig auf uns“

Auch auf die mentale Verfassung seiner Spieler hat sich die Saisonunterbrechung aus Trainer-Sicht positiv ausgewirkt. "Der Flow aller Teams wurde gebrochen, da wird es spannend sein zu sehen, wie jede einzelne Mannschaft darauf reagiert. Die Pause hat uns aber gut getan, um den Kopf mal freizubekommen und uns auf die letzten Wochen einzuschwören.“

Überzeugung von den eigenen Qualitäten ist beim Raute-Klub reichlich vorhanden. "Man darf mit breiter Brust spielen, wenn man zuletzt Heidenheim und davor den VfL Bochum geschlagen und zuvor auch gegen Kiel und Fürth gut gespielt hat“, beschrieb Thioune das Selbstvertrauen seiner Mannschaft.

Entsprechend will sich Thioune in Hannover kaum nach der möglichen Taktik der Gastgeber richten. "Wir sind heiß, dass es weitergeht, und bleiben“, kündigte der Ex-Profi eine dominante Herangehensweise an, "vorrangig bei uns und schauen auf uns und unser Spiel.“