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HSV schwört sich vor Relegation ein: "Mut ist ein großer Aspekt"

© IMAGO / Revierfoto

Zweimal seit Wiedereinführung der Relegation konnte der Hamburger SV besagte Entscheidungsspiele auf seine Seite ziehen. Dieses Mal treten die Elbestädter jedoch erstmals als Zweitligist an. Zunächst muss die Walter-Elf in Berlin (Donnerstag, 20:30 Uhr) zeigen, zu was sie fähig ist. Die Auswärtstorregel gibt es nicht mehr.

"Präpariert und vorbereitet"

Zweimal in Folge musste der Hamburger SV vor Jahren als Erstliga-Kandidat in die Relegation. 2014 setzten sich die Elbestädter aufgrund der Auswärtstorregelung durch, die in diesem Jahr wegfällt. Ein Jahr darauf musste sich der Karlsruher SC in der Verlängerung des Rückspiels geschlagen geben. Nun tritt der HSV als Herausforderer gegen Hertha BSC an. "Die Mannschaft hat natürlich eine große individuelle Qualität, das ist klar. Unsere Herangehensweise an dieses Spiel ist dennoch wie immer, auch wenn wir den Gegner nicht aus der Liga kennen", erklärte Cheftrainer Tim Walter vor dem Hinspiel. Eine Siegesserie von fünf Erfolgen am Stück brachte den HSV in die Ausgangsposition.

"Wir sind sehr gut präpariert und bestens vorbereitet auf diesen Gegner", lobte Walter sein Trainerteam für die Analyse des kommenden Gegners. An der Seitenlinie der Berliner sitzt kein Unbekannter, denn Felix Magath spielte selbst zehn Jahre im Trikot der Elbestädter. Drei Meistertitel, ein Sieg im Europapokal der Landesmeister und ein Erfolg im Europapokal der Pokalsieger fuhr er zwischen 1976 und 1986 ein. Auf die alte Liebe wird der 68-Jährige keine Rücksicht nehmen – und die Walter-Elf ist vorbereitet: "Wir sind heiß auf diese zwei Spiele mit Pokal-Charakter, in denen wir das schaffen möchten, was wir als Team unbedingt erreichen wollen."

HSV steht wieder für etwas

Die Freude über das Erreichen des dritten Platzes hielt entsprechend nicht lange, denn der Fokus liegt schon wieder auf den anstehenden Partien. "Denn es geht ja weiter, wir sind noch nicht fertig", mahnte Walter vor Übereifer. Trotzdem kann der HSV mit Rückenwind in die Entscheidungsspiele gehen. "Wir haben eine tolle Aufholjagd hingelegt und haben fünf Spiele in Folge gewonnen – Euphorie und Selbstvertrauen sind in jedem Fall auf unserer Seite", so der Cheftrainer. Rund 7.500 Gästefans werden die Hamburger nach Berlin begleiten – ein zusätzlicher Trumpf: "Fußball ist Emotion, das leben die Fans genauso wie wir als Mannschaft. Und sie nehmen wahr und honorieren, dass ihr HSV wieder für etwas steht."

Das sollen die Akteure auch auf dem Rasen zeigen. "Mut ist ein großer Aspekt. Diesen Mut zeigt meine junge und hungrige Mannschaft in jedem Spiel. Wir stehen für Mut, Bereitschaft und Überzeugung, das sind unsere Charaktereigenschaften", schwor Walter seine Mannschaft ein. "Und der Charakter kann in diesem Wettbewerb eine ausschlaggebende Rolle spielen." Seit Wiedereinführung der Relegation zur Saison 2008/09 schafften vier Zweitligisten den Sprung ins Oberhaus. In diese Riege können sich nun die Elbestädter einreihen.