HSV-Trainer Walter vor Betze-Premiere: "Hitzig wird es überall"

Am Samstagabend ist der Hamburger SV nach elf Jahren wieder beim 1. FC Kaiserslautern zu Gast. Für Trainer Tim Walter ist es das erste Mal, dass er die besondere Atmosphäre auf dem Betzenberg unter Flutlicht erleben wird. Doch bange ist ihm deswegen nicht.

Walter: "Wir müssen gucken, dass wir bei uns bleiben"

Alles ist angerichtet für das Topspiel des 28. Spieltages. Im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion erwartet den Tabellenzweiten eine gewaltige Kulisse von 49.350 Zuschauern. Die außergewöhnliche Stimmung auf den Rängen, die schon so manchen großen Gegner überwältigt hat, kennt Tim Walter "nur vom Hörensagen und aus dem Fernsehen", wie er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel erklärte. Für seine Mannschaft ist eine solche Umgebung nichts Neues: "Hitzig wird es überall, wo viele Zuschauer sind. Besonders gegen uns wird es hitzig, weil die Mannschaften vielleicht noch einmal mehr investieren als gegen andere Teams".

Angetrieben von den eigenen Fans wird der 1. FC Kaiserslautern, der erst zwei Spiele im heimischen Stadion verloren hat, besonders motiviert zur Sache gehen. "Wir müssen gucken, dass wir bei uns bleiben und rechtzeitig den Weg so ebnen, dass das Spiel in unsere Richtung läuft", erklärte Walter. Er weiß genau, worauf er seine Spieler einstellen muss: "Wenn man auf die Ballbesitztabelle blickt, dann weiß man, dass wir den meisten haben und Kaiserslautern 41 Prozent besitzt. Damit weiß jeder, welches Spiel uns erwartet. Darauf sind wir vorbereitet und freuen uns einfach auf dieses Spiel".

Heyers Einsatz wegen Erkältung fraglich

In personeller Hinsicht steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Moritz Heyer, der sich mit einer Erkältung herumplagt. Walters Angaben zufolge gehe es ihm zwar besser, "aber es ist schwer vorherzusagen, ob es bis zum Spiel reicht". Diese Unklarheit bereite ihm allerdings keine schlaflosen Nächte, versicherte Walter. Er habe Vertrauen in alle Spieler und werde "notfalls improvisieren". "Wir werden jetzt nicht die Flinte ins Korn werfen, wenn es nicht reicht", scherzte der HSV-Coach.

Ohnehin ist Walter immer wieder zu Umbauten in der Abwehr gezwungen, vor allem durch die Sperre von Mario Vuskovic. Ein schmerzhafter Ausfall, der nicht gleichwertig ersetzt werden kann. Walter: "Er ist ein herausragender Spieler der 2. Liga. Wenn Bayern München oder Real Madrid auf einen der besten Innenverteidiger verzichten müssten, dann hätten sie ähnliche Probleme wie wir." Mit Jonas David (23) und Javi Montero (24) sind derzeit zwei junge Spieler in der Verantwortung, "die sich verbessern und anpassen müssen und dies auch schon getan haben". Deshalb ist der 47-jährige zufrieden mit der Entwicklung der beiden Verteidiger.

Walter fordert von Dompé mehr Einsatzbereitschaft

Mehr Engagement erwartet sich Walter indes von Jean-Luc Dompé, der wegen Sprunggelenksproblemen in der Vorwoche fehlte und nun zurück auf dem Trainingsplatz ist. "Er hat so viel Qualität. Wenn er bei zehn Versuchen siebenmal am Gegenspieler vorbeikommt, dann jubeln ihm alle zu. Wenn er aber dreimal hängen bleibt und dann auch noch hinterherläuft, dann lieben sie ihn. Das muss er noch mehr verinnerlichen", sagte Walter über seinen Linksaußen. Vor seiner Verletzung waren die Einsatzzeiten des 27-jährigen bereits rückläufig. Er muss sich nun strecken, um an seinem Konkurrenten Sonny Kittel vorbeizukommen, der in den letzten beiden Spielen überzeugte.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"