HSV: Wiederholungstäter mit Rückenwind

Das 2:0 gegen Schalke 04 und die nötige Schützenhilfe aus Hannover machten es perfekt. Der Hamburger SV darf zum zweiten Mal in Folge in die Relegation. Im Vorjahr konnte sie der Dino denkbar eng durch nach einem 0:0 und 1:1 gegen Greuther Fürth durch die Auswärtsregelung in der Liga halten. Nun wartet der Karlsruher SC auf die Rothosen, die jedoch in diesem Jahr unter anderen Vorzeichen und mit ordentlich Rückenwind in die Entscheidungsspiele gehen.

Formhoch durch Labbadia – Sturmflaute überwunden?

In der letzten Saison gingen die Hanseaten mit der Hypothek der schlechtesten Saison aller Zeiten und abstiegswürdigen 27 Punkten in die Relegation. Zudem hatten die Hamburger nach fünf Pleiten zum Saisonende absolut kein Selbstvertrauen mehr und konnten sich ohnehin nur bei den noch schwächeren Nürnbergern und Braunschweigern bedanken, noch eine Chance bekommen zu haben. Entsprechend verliefen Spiele gegen Fürth, bei denen man am Ende Glück hatte ohne Sieg durchgekommen zu sein. Dem Umbruch im Sommer folgte dann eine schwache Hinserie, die der Klub trotz historisch schlechten neun Treffern noch auf Rang 14 abschließen konnte. Die Rückserie verlief nach gutem Start, dann ähnlich schlecht und einem erneuten Absturz auf die Abstiegsplätze und der weiter anhaltenden Torflaute folgte der Trainerwechsel zu Bruno Labbadia. Mit dem neuen Coach holte der HSV die nötigen Punkte und konnte zudem in den letzten fünf Spielen mit elf Treffern die vorherige Torausbeute (14) fast verdoppeln. Die Probleme im Angriff scheinen für den Moment jedenfalls gelöst zu sein.

Druck und Heim-Hinspiel als Nachteil? - Erfahrung und Statistik machen Mut

Anders als im Vorjahr geht das Team als mit Selbstvertrauen und Rückenwind in die Relegation und dem Gefühl sich diese Chance erkämpft zu haben, auch wenn es denkbar eng war. Dennoch dürften die spielstarken Karlsruher ein enorm unangenehmer Gegner für den Dino werden, der zudem den größeren Druck verspüren dürfte und im Hinspiel im eigenen Stadion quasi vorlegen muss. Vor ausverkauftem Haus wird Hamburg also handeln müssen und vor allem spielerisch Lösungen parat haben. Wie sie damit zurecht kommen werden, bleibt abzuwarten. Für den HSV spricht jedoch die Erfahrung, zum Einen durch gestandene Spieler wie van der Vaart, Westermann, Jansen oder Adler, aber auch durch die Eindrücke der letztjährigen Relegation. Immerhin sieben Spieler des letztjährigen Kaders sind, könnten auch diesmal eingesetzt werden. Mut könnte zudem eine Statistik machen, denn das letzte Team das zwei Jahre in Folge nachsitzen musste, schaffte es beide Male erfolgreich zu sein. Der 1.FC Nürnberg gegen Energie Cottbus den Aufstieg und hielt im Jahr darauf gegen den FC Augsburg die Klasse. Einen Bundesligisten der zweimal in Folge in die Relegation musste gab es hingegen noch nie. In der Statistik seit der Entscheidungsspiele, die es bereits zwischen 1982 und 19991 gab, steht es aktuell 11:5 für die Bundesliga.

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