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"In der 2. Liga noch viel lernen": BTSV wartet auf den ersten Treffer

IMAGO / Eibner

Bei Eintracht Braunschweig wiederholt sich die Geschichte. Wie schon gegen den HSV in der Vorwoche hielt der Aufsteiger über Strecken gut mit, verpasste es, sich zu belohnen und unterlag am Ende ohne eigenen Treffer. Entsprechend enttäuscht zeigten sich die Akteure auch nun. 

"Viele Dinge gut gemacht"

38 Schüsse hat der Aufsteiger aus Braunschweig in den ersten beiden Partien in der 2. Liga nun auf das gegnerische Tor abgegeben. Punkte? Null. Torbilanz? 0:5. Wie schon gegen den Hamburger SV zeigten die Braunschweiger eigentlich ansprechende Passagen, blieben aber im letzten Moment viel zu harmlos. "Es fehlt nicht viel um erfolgreich zu sein, wir haben viele Dinge gut gemacht", betonte auch Brian Behrendt das Positive, aber am Ende steht dennoch nach den ersten zwei Spielen kein einziges Tor.

"Ich denke aber, dass wir über gewisse Phasen gut mitgehalten haben", wusste auch Coach Michael Schiele, dem die Crux um den drohenden Fehlstart aber auch nicht entgangen zu sein scheint. "Wenn du vorne die Tore allerdings nicht machst", so der Übungsleiter, "dann wird’s schwer, wenn du hinten die Dinger bekommst." Auch beim ersten Auswärtsspiel in Heidenheim schlug sich die Eintracht nahezu selbst. Symbolisch das wegweisende 0:1, was durch einen von Abwehrmann Strompf abgefälschten Schuss im Eintracht-Kasten landete.

Unverständnis und Frust

Entsprechend konnten auch die Akteure all das Lob für die eigentlich passable Spielanlage nicht mehr so recht hören. So war es für Defensivboss Behrendt "sehr, sehr bitter nach zwei Spielen kein Tor geschossen, aber fünf bekommen zu haben." Zwar sind erst zwei Spieltage rum und noch 96 Punkte zu vergeben, doch wird die Ausgangslage durch die zwei Zu-Null-Pleiten zum Start nicht unbedingt einfacher. Auch trotz des ärgerlichen Gegentreffers drückte die Eintracht und waren "immer dran einen Treffer zu machen, aber schaffen es dann wieder nicht und verlieren aus unerklärlichen Gründen 0:3", platzte aus dem zweitliga-erprobten Verteidiger heraus.

Auch fällt die Fehlersuche neben der eigenen Abschlussschwäche so durchaus schwerer, wenn sonst einiges im Verbund stimmt. Auch nach dem 0:2 (61.) blieben die Niedersachsen wacker, erst das 0:3 in der Schlussminute brach dann den Willen. "Wir bekommen kurz vor Schluss das 0:3 und haben heute gesehen, dass wir in der 2. Liga noch viel lernen müssen", schlug Trainer Schiele ganz vorsichtig Alarm. Allzu häufig können sich die "Löwen" solche Spiele nicht mehr erlauben. Zwar ruht der Ligaalltag nun erst einmal, doch schon am kommenden Sonntag gegen Hertha BSC sind die Braunschweiger zum Treffen verdammt, sind null Tore im DFB-Pokal doch sonst gleichbedeutend mit dem Erstrunden-Aus.