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"Ingolstadt lebt – wir leben": FCI setzt Ausrufezeichen

IMAGO / Stefan Bösl

War das der endgültige Weckruf für den FC Ingolstadt? Der Tabellenletzte setzte ein ganz kräftiges Ausrufezeichen und gewann am Freitagabend mit 5:0 beim 1. FC Nürnberg. Selbstvertrauen und Zuversicht sind nach diesem Erfolg dementsprechend hoch.

"Spiel ist einfach perfekt für uns gelaufen"

"Ingolstadt lebt – wir leben. Das war heute sehr wichtig für uns als Team und alle Schanzer", fasste Dennis Eckert Ayensa diesen denkwürdigen Abend zusammen. Der 25-Jährige hatte großen Anteil am Erfolg des Tabellenletzten. Nach dem 1:0 durch Florian Pick (13.) war der Offensivspieler nach 17 Minuten selber zur Stelle. Die Treffer von Filip Bilbija (41.), Patrick Schmidt (49.) und Valmir Sulejmani (80.) bereitete er allesamt vor. "Wir haben aggressiv attackiert und mit Freude gespielt, das ist entscheidend für den Kopf und für unsere kommenden Aufgaben. Es ist nur ein erster Schritt, doch der tut richtig gut."

Auch Trainer Rüdiger Rehm sagte nach dem ersten Auswärtssieg unter seiner Leitung, dass "einfach vieles gepasst" habe. "Wir waren von der ersten Sekunde an voll da, gierig, griffig. Das Team war bereit, mit und gegen den Ball zu 100 Prozent zu arbeiten." Schmidt, der erstmals für den FCI getroffen hatte, fügte an: "Das Spiel ist natürlich einfach perfekt für uns gelaufen, keine Frage. Wir haben vorne und hinten wirklich alles rausgehauen, hatten einen Plan, der super aufgegangen ist. Wir haben mit Mann und Maus verteidigt, waren aber auch brutal heiß auf die Tore, auf Fußball spielen als eine echte Einheit – mit Spaß und Freude."

Transfer-Plan könnte aufgehen

Doch der 28-Jährige trat auch zugleich auf die Euphoriebremse: "Das war nur ein erster Schritt, jetzt brauchen wir 13 weitere." Denn noch immer liegt das Team vier Punkte hinter dem Abstiegs-Relegationsplatz, hat aber auch schon zwei Spiele mehr absolviert als Konkurrent SV Sandhausen, der aktuell auf jenem 16. Tabellenplatz liegt. Doch der Sieg zeigte auch, dass der Plan des Klubs, im Winter durch sechs Zugänge nachzulegen, aufgehen könnte. Die neuen Spieler täten dem Team gut, "weil sie die Negativerlebnisse der Hinrunde nicht hatten. Das gibt frisches Blut und einen frischen Kopf. Die anderen können sich daran hochziehen, das erwarte ich auch", so Rehm. Ob dies weiter gelingt, zeigt sich beim Heimspiel im Sechs-Punkte-Spiel gegen den SVS am kommenden Sonntag.