Ingolstadt nach Sieg im Kellerduell: Die Hoffnung ist zurück

Mit einem 4:2- Auswärtssieg beim MSV Duisburg beendete der FC Ingolstadt eine Horrorserie. Neu-Trainer Tomas Oral feierte einen gelungenen Einstand.
Mannschaft sendet Lebenszeichen
Der letzte Sieg datierte vom 16. Februar, als man ein 2:1 gegen den VfL Bochum bejubeln konnte. Es folgten fünf Niederlagen in Serie, die den FC Ingolstadt ans Tabellenende beförderten und Trainer Jens Keller den Job kosteten. Mit Tomas Oral gab Sonnabend der nunmehr vierte Cheftrainer in dieser Saison seinen Einstand. Und der glückte direkt: Mit 4:2 siegten die Oberbayern im Kellerduell beim MSV Duisburg und gaben die rote Laterne an den direkten Konkurrenten ab. Der Abstand zum 1. FC Magdeburg, der ein Spiel weniger absolviert hat, beträgt zwei Punkte, der Rückstand auf Platz 15 dagegen noch fünf. Damit wahrte der FCI zumindest eine Resthoffnung, den Abstieg doch noch vermeiden zu können.
„Hartes Stück Arbeit“
„Ich glaube, wir haben uns wieder ein Stück zurück ans rettende Ufer gebracht, nicht mehr, nicht weniger. Die Mannschaft hat sich das mit einem harten Stück Arbeit verdient, nachdem sie zuletzt so viele Rückschläge verkraften musste“, sagte Oral auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Zwei Tore von Darío Lezcano hatten die Schanzer mit 2:1 in Führung gebracht. Nach dem 3:1 von Sonny Kittel in der 89. Minute machte es Duisburg durch Kevin Wolzes Freistoßtor noch einmal spannend, doch Thomas Pledl setzte mit einem Konter in der 95. Minute den Schlusspunkt hinter eine wilde Schlussphase. MSV-Trainer Torsten Lieberknecht, der auf die Tribüne verbannt worden war, zeigte „wenig Lust, über die Niederlage zu sprechen“.
Noch sechs Endspiele
Ingolstadts Aufsichtsratsvorsitzender Peter Jackwerth betonte auf der Vereinswebsite: "Heute hat man gesehen, wie Abstiegskampf geht. Die Mannschaft hat heute funktioniert. Das heißt nicht, dass wir besser waren als Duisburg oder deutlich mehr gekämpft haben als sie. Wir haben uns heute auch das Quäntchen Glück erarbeitet, dass zuletzt sehr oft nicht aus unserer Seite war". Trotz dieses Erfolgs bleibt der Klassenerhalt ein äußerst schwieriges Unterfangen. Unter anderem warten noch Kiel, Hamburg und Heidenheim, die sich allesamt Hoffnungen auf den Bundesligaaufstieg machen. Es braucht noch viele Leistungen wie die jüngste, um auch kommende Spielzeit zweitklassig vertreten zu sein.