Ingolstadts Tief hält an: "Haben die Ordnung verloren"

Auch im vierten Spiel unter Alexander Nouri, der Ex-Trainer Stefan Leitl abgelöst hatte, schaffte es der FC Ingolstadt nicht, einen Dreier einzufahren. Im Gegenteil: Gegen einen mutigen SV Sandhausen gab es eine herbe 0:4 Niederlage.

Trainereffekt greift noch nicht

Vom Trainereffekt dürfte man sich beim FC Ingolstadt mehr erhofft haben: Nach zuletzt drei denkbar knappen Niederlagen (jeweils 1:2) gegen den 1. FC Köln, Union Berlin und den SC Paderborn ging der FCI zu Gast beim SV Sandhausen mit 0:4 unter. Damit stehen die Schanzer am 10. Spieltag mit nur fünf Punkten weiterhin am Tabellenende. Darüber hinaus kassierte der FCI in der laufenden Saison bereits 23 Gegentore, stellt die aktuell schwächste Defensive der Liga. Das machte sich auch gegen Sandhausen bemerkbar.

Denn beim SVS griff der Trainereffekt: Unter Neu-Trainer Koschinat spielten die Sandhausener befreit auf. Da halfen auch tiefgreifende Umstellungen Nouris nichts: Mit Keeper Heerwagen sowie Neumann, Gaus, Kutschke und Röcher standen gleich fünf Neue in der Startelf. Doch gleich in der Anfangsphase erwischte die Schanzer der nächste Rückschlag: "Wir sind ordentlich ins Spiel gekommen aber bekommen dann wieder einen Elfmeter gegen uns und sind so selbstverschuldet im Hintertreffen", beschrieb Trainer Nouri gegenüber der Vereinsseite die Anfangsphase. Marvin Matip hatte im Strafraum Torjäger Scheusener von den Beinen geholt, bei Wootens Elfmeter hatte Heerwagen keine Chance.

Schanzer mit Kontrolle - aber ohne Tore

"Wenn wir überhaupt etwas Positives aus dieser Partie mitnehmen können, dann das wir in der ersten Halbzeit zumindest nach dem Elfmeter weitestgehend die Kontrolle hatten, jedoch ohne gefährlich zu werden", fand Führungsspieler Konstantin Kerschbaumer nach der Partie. Dem stimmte auch Nouri zu: "Nach dem Rückstand haben wir Kontrolle gehabt, aber ohne Durchschlagskraft." Im Gegenteil: Der SV Sandhausen kam immer wieder in gefährliche Kontersituationen, wenn Ingolstadt den Ball durch leichte Fehler hergab. Es war der Sandhausener Abschlussschwäche zu verdanken, dass der FCI nicht schon in der ersten Hälfte deutlicher zurücklag.

Doch in der zweiten Hälfte zeigte sich der SVS treffsicherer: "Wir wollten wir das Risiko erhöhen, kommen gut rein und bekommen durch Ballverlust ein weiteres Tor. Danach waren wir aus dem Rhythmus und haben die Ordnung verloren," so Nouri, dessen Amtszeit bisher wenig Erfolgserlebnisse mit sich brachte. Das soll sich in Zukunft ändern: "Natürlich ist es bitter und tut richtig weh. Aber es hilft nichts, jetzt in Selbstmitleid zu verfallen - wir müssen uns da selbst wieder rausziehen."

 

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