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Kauczinski nach Sieg in Bochum: "Platz vier sieht richtig gut aus"

Der FC St. Pauli lässt sich im Aufstiegsrennen nicht abschütteln: Nach dem 3:1-Erfolg im Duell der früheren Bundesligisten beim VfL Bochum sind die Kiez-Kicker wieder ganz nah dran an der Aufstiegszone. Die Freude bei den Hamburgern über das gute Ende ihrer Serie von zuvor gleich drei Unentschieden war nur allzu gut nachvollziehbar.

"Platz vier sieht richtig gut aus"

Trainer Markus Kauczinski strahlte geradezu. "Jetzt stehen wir wieder auf Platz vier – und das sieht richtig gut aus", meinte der Coach in der "Bild"-Zeitung hochzufrieden. Den schon fünften Auswärtssieg seines Teams in der laufenden Saison durch Treffer von Sami Allagui (15.), Henk Veerman (42.) im Nachschuss nach einem vergebenen Allagui-Strafstoß und Mats Möller Daehli (8.) bezeichnete der 48-Jährige als "einen weiteren Schritt nach vorne in der Entwicklung."

Kauczinski war angetan vom insgesamt überzeugenden Auftritt der Gäste in praktisch allen Mannschaftsteilen. "Wir hatten in den entscheidenden Momenten vor dem eigenen Tor immer einen Fuß dazwischen, haben auf der Linie geklärt und waren auch vorne entschlossener", lobte der gebürtige Westfale unweit seiner Heimat Gelsenkirchen die Leistung seiner Spieler.

Allagui war unterdessen trotz und gerade auch wegen seines Fehlversuchs vom Punkt kurz vor Pause zu Scherzen aufgelegt. "Ich gebe ja die Vorlage und spendiere Henk das, was er will“, sagte der 32 Jahre alte Stürmer-Routinier gönnerhaft und augenzwinkernd zur Entstehungsgeschichte der wegweisenden Pausenführung. Ebenfalls listig grinsend gestand Veerman in der "Bild", bei Allaguis Elfmeter zu früh in den Bochumer Strafraum gelaufen zu sein: "Zum Glück hat der Schiedsrichter das nicht gesehen."

Ausgangslage für Aufstiegsrennen festigen

Neun Punkte hatte Kauczinski vor der Reise nach Bochum als Wunschziel für die Spiele in der Weihnachtszeit ausgegeben. Durch das fünfte Spiel nacheinander ohne Niederlage liegt seine Elf damit voll im Soll. In den beiden verbleibenden Heimspielen bis zur Winterpause gegen die SpVgg Greuther Fürth sowie zum Jahresabschluss gegen Aufsteiger und Abstiegskandidat 1. FC Magdeburg wollen sich die Hanseaten schon vor Heiligabend bescheren und sich mit zwei weiteren Erfolgen in der Spitzengruppe festsetzen.

"Wir wollen", sagte Allagui, "das Maximale herausholen. Nach den zwei Spielen können wir uns dann die Ziele für die Rückrunde stecken." Dass für St. Pauli kaum weniger als die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation interessant sein dürfte, ließ Urgestein Jan-Philipp Kalla nach seinem Saisondebüt ohne Umschweife erkennen: Gegen Fürth und Magdeburg "wollen wir weitere Punkte für eine gute Ausgangslage holen."