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Keine Einsatzgarantien mehr unter Thioune: F95-Konkurrenzkampf tobt

© IMAGO / Laci Perenyi

Im letzten Zweitliga-Duell mit Hansa Rostock hatte Fortuna Düsseldorf leichtes Spiel – obwohl einige Stammspieler verletzungsbedingt ausgefallen waren. Die Breite im Kader überzeugt Cheftrainer Daniel Thioune, sodass allgemein eine neue Hierarchie ausruft. Eine, in der kein Spieler mehr gesetzt ist.

"Alle sind ersetzbar"

Florian Kastenmeier kann aufatmen. "Eine klare Nummer 1 haben wir nur auf der Torhüterposition, da haben wir es immer sehr gut gemacht", erklärt F95-Coach Daniel Thioune nämlich in der "Bild"-Zeitung. Der Torwart ist somit der einzige Spieler, der nicht um seinen Stammplatz bangen muss. Eine Einsatzgarantie gibt es ansonsten für niemanden mehr, wie sich Thioune festlegt: "Alle anderen Spieler sind ersetzbar."

Was zunächst wie die Schlussfolgerung einer Krise klingt, ist für die Fortuna derzeit ein Segen. Mit 14 Punkten nach fünf Spielen sind die Düsseldorfer in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen. Beim vergangenen Heimspiel gegen Rostock (3:1) performten die Akteure, die in den letzten Wochen eher mal zu den Reservisten zählten. Aber auch Andre Hoffmann, Marcel Sobottka oder Dawid Kownacki sollen sich – nach Geschmack des Trainers – nicht zu sicher sein. Obwohl das Lazarett derzeit dicht gefüllt ist.

Gavory und Hennings vor Rückkehr

"Ein Spieler wie Hoffmann ist sehr häufig gesetzt", kündigt Thioune zwar an, doch er verweist auch auf die gute Leistung von Tim Oberdorf und Christoph Klarer in der Abwesenheit des Kapitäns. "Da werden wir mal sehen, wie sehr die anderen in der Lage sind, sie direkt wieder einsammeln zu können." Denn die Leistungsdichte in Düsseldorf ist zurzeit hoch. Da machte sich auch das Fehlen von de Wijs (Adduktorenprobleme), Hoffmann (muskuläre Probleme), Gavory (Rippenprobleme) und Ginczek (Sehnenriss im Oberschenkel) kaum bemerkbar.

Aber im Team der Landeshauptstädter soll kein Neid herrschen, wie Thioune betont. "Auch die Jungs, die gegen Rostock nicht dabei waren, hatten den Eindruck, dass das sehr, sehr gut war, was auf dem Platz stattgefunden hat", erkennt wohl nicht nur der Übungsleiter die Leistungsbereitschaft an. Der Konkurrenzkampf lebt: "Es hat sich gezeigt, dass diese Spieler jetzt etwas tun müssen, um an diesen Jungs vorbeizukommen oder ihren Platz zu behaupten." Einzig Nicolas Gavory und Rouwen Hennings stehen vor einer unmittelbaren Rückkehr ins Training – auch sie werden wieder um ihre Einsatzzeiten kämpfen müssen, sobald sie fit genug sind.