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Kiel hadert mit Eigentoren: "Kann hier auch anders ausgehen"

IMAGO / foto2press

Drei Tore geschossen, am Ende aber dennoch mit 1:5 verloren. Klingt merkwürdig, ist Holstein Kiel am Dienstag aber so in der zweiten Runde des DFB-Pokals passiert. Zwei Eigentore ebneten die am Ende deutliche Niederlage beim Erstligisten TSG Hoffenheim.

Nur kurz Hoffnung

Böse Zungen würden sagen: Effizient war die KSV. Leider – so aus Sicht der Gäste – nur vor dem eigenen Tor. Johannes van den Bergh (3.) und Hauke Wahl (31.) hatten bei Klärungsversuchen im eigenen Strafraum viel Pech und beförderten den Ball über die Linie. "Wenn wir am Anfang nicht so unglückliche Gegentore kassieren und vorne unsere Chancen nutzen, kann es hier auch anders ausgehen", meinte Joshua Mees nach der Partie. Denn Chancen, auch ins gegnerische Tor zu treffen, hatte der Außenseiter. So hatte Finn Bartels bereits nach 30 Sekunden einen Abschluss, der jedoch über das Tor ging.

Den ersten Erfolg gab es nach 47 Minuten: Eine kurz ausgeführte Ecke fand über Lewis Holtby den Weg zu Phil Neumann. Nachdem der erste Schuss des Verteidigers noch abgewehrt werden konnte, saß der zweite Versuch. Die Hoffnung der Gäste war beim Stand von 1:2 wieder da. Allerdings nur wenige Minuten – Angelo Stiller stellte den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her (59.). Munas Dabbur (72.) und Jacob Bruun Larsen (84.) sorgten für den Endstand. "Natürlich ist das Ergebnis deutlich, aber wir haben hier über weite Strecken gut mitgespielt", konnte Alexander Mühling auch Positives aus der Niederlage ziehen. "Wir haben uns nach der Pause stark zurückgekämpft und waren auf einem guten Weg, haben dann aber zu einem unglücklichen Zeitpunkt das dritte Gegentor kassiert."

"Lange geschafft, Spiel auf Augenhöhe zu gestalten"

Nach dem Anschlusstreffer habe es für die "Störche" noch "gute Gelegenheiten" gegeben, so Mees. Man hätte "dann aber weitere unnötige Gegentore kassiert" und fahre "am Ende mit einer deutlichen Niederlage nach Hause. Das ist natürlich nicht so schön". Auch Trainer Marcel Rapp sprach davon, das Ergebnis sei "enttäuschend". Gerade, weil mehr möglich gewesen sei: "Wir haben es aus meiner Sicht lange geschafft, das Spiel auf Augenhöhe zu gestalten. Ich kann keinen Vorwurf machen. Die Chancen waren da. Das war auch der springende Punkt, dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben."

Die nächste Möglichkeit, es besser zu machen, hat der Tabellen-15. am Samstag im Auswärtsspiel beim Hamburger SV.