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Kieler Kandidaten-Karussell kreist: Kommt Kohfeldt?

© IMAGO / Jan Huebner

Am Tag nach dem Schock durch den Rücktritt von Erfolgscoach Ole Werner ist bei Holstein Kiel das Kandidaten-Karussell auf Touren gekommen. Die Liste möglicher Nachfolger ist bereits lang. Einer der prominentesten Namen dabei ist der kurz vor Ende der vergangenen Saison beim Kieler Nordnachbarn Werder Bremen entlassene Florian Kohfeldt.

Stöver: "Keine Deadline und noch keine Gespräche“

Kiels Sportchef Uwe Stöver will allerdings auf der Suche nach einem neuen Trainer nicht in Aktionismus verfallen. "Es gibt noch keine Gespräche mit potenziellen Kandidaten“, zitierte das Online-Portal sportbuzzer Stöver am Dienstag nach dem Vormittags-Training der Störche. Ausdrücklich habe sich der Klub nach Werners Abgang zu Wochenbeginn "keine Deadline gesetzt“. Stöver geht denn auch nach eigenen Angaben sogar davon aus, dass im nächsten Spiel am Samstag bei Spitzenreiter SC Paderborn "zu 99 Prozent“ der zum Interimscoach ernannte Co-Trainer Dirk Bremser auf der Bank sitzen wird.

Der Ex-Profi kann allerdings in Ermangelung einer Fußballlehrer-Lizenz nicht zur Dauerlösung aufsteigen. Entsprechend werden rund um das Storchennest vor allem die zurzeit vereinslosen Trainer Kohfeldt und Markus Kauczinski als künftige Chefcoaches gehandelt.

Kohfeldt kommt nach seiner insgesamt 15-jährigen Tätigkeit als Coach in Bremen außer durch seine Philosophie nicht zuletzt auch aufgrund seiner Kenntnis der norddeutschen Mentalität in Betracht. Ein Hindernis für sein Engagement könnte sein, dass Kohfeldts noch bis 2023 laufender Vertrag bei Werder noch nicht aufgelöst worden ist und entsprechend sogar noch eine Ablöse für den 38-Jährigen fällig werden könnte. Mit Kauczinski hingegen hat Stöver früher schon gemeinsam beim Kieler Ligarivalen FC St. Pauli zusammengearbeitet.

Auch Kieler Weg mit Gunkel-Beförderung denkbar

Neben Kohfeldt und Kauczinski kommen Medienberichten für Kiel allerdings noch weitere bekannte Trainer in Betracht. Die Kieler Nachrichten handelten bereits die Namen von Dirk Schuster (vereinslos) sowie der momentan in der 3. Liga unter Vertrag stehenden Coaches Uwe Koschinat (1. FC Saarbrücken) und Guerino Capretti (SC Verl). Andernorts wurden auch schon der frühere Bundesliga-Trainer Domenico Tedesco sowie die zweitliga-erfahrenen Fußball-Lehrer Daniel Thioune und Uwe Neuhaus (alle ebenfalls vereinslos) genannt.

Möglicherweise versucht Kiel sein Glück aber wie schon vor rund zwei Jahren bei Werner mit einer internen Beförderung. Sebastian Gunkel steht momentan mit Holsteins Reserve an der Spitze der Regionalliga Nord.