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Klassenerhalt! Erleichterung in Heidenheim

Selten war ein Remis wertvoller für beide Teams. Nach dem 1:1 (0:0) zwischen dem 1. FC Heidenheim 1846 und der SpVgg Greuther Fürth konnte zwar keines der Teams den Platz als Sieger verlassen, aber nach Abpfiff waren doch beide Teams Gewinner. Durch das Unentschieden sicherten sich beide Teams in der Endtabelle eine Platzierung über dem Abstiegsstrich. Das Kleeblatt ging durch Julian Green in Führung, doch in den Schlussminuten konnte der eingewechselte Tim Skarke für seine Farben einen Punkt noch sichern.

Spannung pur im Abstiegskrimi

Nicht nur das Geschehen auf dem Rasen wurde mit großer Sorgfalt verfolgt. Auch der ständige Blick auf die Anzeigetafel war ein ständiger Wegbegleiter der Partie. Während Fürth in der Anfangsphase viel Druck ausübte, hoch presste und dadurch zu einigen Abschlussmöglichkeiten kam, hatten die in rot gekleideten Schwaben große Probleme ins Spiel zu finden. Dennoch konnten die Hausherren die größeren Chancen für sich verbuchen und hätte durchaus in Führung gehen können. Thiels Abschluss aus spitzem Winkel wurde jedoch in letzter Sekunde auf der Linie geklärt (25.). Und der Schuss von Titsch-Rivero, der frei vor Burchert auftauchte, strich nur wenige Zentimeter über den Querbalken. Während torlos die Seiten gewechselt wurden, feierten beide Fanlager die Führung Holstein Kiels gegen Eintracht Braunschweig, obwohl diese in der Anfangsphase gar zweimal in Führung gingen und damit bei den Heidenheimern und Fürthern für Entsetzen gesorgt haben.

Green erlöst Fürth

Mit dem Treffer von Green entledigte sich das Kleeblatt jeglicher Abstiegsängste. Ausgangspunkt war ein weiter Schlag Burcherts. Fürth holte sich den zweiten Ball und Green wurde 20 Meter vor dem Tor zu viel Freiraum gewährt. Mit seinem platzierten Schlenzer ließ er Heidenheims Müller keine Chance und sorgte somit für völlige Ekstase im Gästeblock (51.). Da es in Kiel bereits 6:2 für Holstein gegen die Eintracht stand, hatten auch die Heidenheimer, trotz Rückstand, kaum noch Abstiegsängste. Dennoch waren die Schwaben gewollt das letzte Heimspiel der Saison positiv zu gestalten. Die Franken standen nun etwas defensiver und der 1. FCH hatte Schwierigkeiten sich klare Torchancen herauszuspielen.

Skarke macht es spannend

Mit zunehmender Spieldauer kam es bei den Gästen zu immer mehr Krämpfen. Caligiuri und Wittek mussten ausgewechselt werden. Das Spiel war sehr zerfahren und die Unterbrechungen nahmen zu. Das Heidenheimer Publikum quittierte das mit einem gellenden Pfeifkonzert und hoffte dementsprechend auf eine lange Nachspielzeit. In dieser Phase wurde die Führung Darmstadts gegen Aue bekannt. Fürth wäre nun auch mit einem Remis gerettet. Die Nachspielzeit wurde angezeigt. Vier Minuten gab es obendrauf, was bei vielen auf Unverständnis stoß. Kurz bevor dann die erste Minute der Nachspielzeit lief, ließ Skarke die Heimfans ausrasten. Nach Pass von Dovedan behielt Skarke frei vor Burchert die Nerven und schob den Ball überlegt zum 1:1 ein. Die Fürther Fans konnten es kaum glauben und schlugen die Hände über den Kopf zusammen. Doch von außen kam die Meldung, dass ruhig weitergespielt werden sollte, da Aue in Rückstand war. Heidenheim macht weiter Druck und spielte voll auf Sieg. Fürth verteidigte aber geschickt und ließ die Uhr herunterlaufen. Der Abpfiff ertönte und da es auf den anderen Plätzen bei den Ergebnissen blieb, kannte die Freude in Heidenheim keine Grenzen. Beide Anhänger feierten mit ihren Teams den Klassenerhalt. Einige Fürther stürmten den Platz, um direkt mit den Spielern und den Verantwortlichen zu feiern. Auf der Gegenseite baten die Heidenheimer das gesamte Team auf den Zaun und diese folgten der Aufforderung der Fans. Dann griff sich Marc Schnatterer das Megafon und machte zum Saisonabschluss den Vorsänger und richtete einige Worte an die Fans. Auf beiden Seiten blieb es friedlich und somit werden sich Fürth und Heidenheim auch in der nächsten Saison in der 2. Bundesliga gegenüberstehen.