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Klauß und das kurzfristige Personalpuzzle: "Sehe das als Chance"

© IMAGO / Zink

Zum Saisonstart musste FCN-Coach Robert Klauß viel improvisieren. Das kurzfristige Verletzungspech beim 1. FC Nürnberg bringt zahlreiche Gedankenspiele um die Startaufstellung in Fahrt. Immerhin zwei Akteure könnten nun gegen Heidenheim (Freitag, 18:30 Uhr) zurückkehren. Dann wollen die Franken wieder ihr Heimspielgesicht zeigen.

"Es ist immer nicht schön"

Robert Klauß ist ein Fußballlehrer, der seine Aufstellung von Spieltag zu Spieltag an den Gegner anpasst. Es ist daher nicht ungewöhnlich, dass selten diesselbe Startformation auf dem Rasen aufläuft. Im bisherigen Saisonverlauf wurde der 37-Jährige jedoch mehrfach zur Entscheidung gezwungen – mit Pascal Köpke (Knie-OP), Lukas Schleimer (Innenbandriss im Sprunggelenk) und Christopher Schindler (Oberschenkelverletzung) fehlen weiterhin drei Spieler. Hinzu kam am vergangenen Spieltag noch Tim Handwerker (Kreuzbandriss). Abgesehen von Schindler, der inzwischen wieder ins Lauftraining eingestiegen ist, muss Klauß auf alle Akteure langfristig verzichten.

"Ich sehe es als Chance", so der Übungsleiter optimistisch. "Wir können Spieler, die wir verpflichtet haben, sofort Spielzeit geben. Das ist schön für die Spieler." So kam beispielsweise James Lawrence in Regensburg zu seinem ersten Startelf-Einsatz – zwei Wochen nach seiner Verpflichtung. In der Trainingswoche musste der Waliser gemeinsam mit Mats Moeller Daehli jedoch ebenfalls kürzer treten, doch beide Spieler sind seit Mittwoch schon wieder voll im Training und einsatzbereit. "Es ist immer nicht schön, wenn man kurzfristig etwas ändern muss. Ich hoffe, dass wir jetzt erst einmal verschont bleiben", erklärt Klauß. "Das heißt aber nicht, dass wir immer gleich auflaufen werden."

Flexibilität der Spieler geschätzt

Denn gerade im offensiven Bereich hat der Übungsleiter eine "gute Auswahl und Mischung an Spielertypen", die er je nach Gegner bringen kann. Den 1. FC Heidenheim schätzt Klauß von der Intensität und Spielweise ähnlich ein, wie zuletzt die Regensburger. "Sie werden wieder eine Mannschaft sein, die wieder in der oberen Hälfte mitspielen wird", prognostiziert der FCN-Coach zusätzlich. Aus bisherigen Spielen mit den Brenzstädtern hat Klauß gemischte Gefühle mitgenommen – aus einem ganz einfachen Grund: "Ich habe meine beiden Heimspiele gegen sie gewonnen, beide Auswärtsspiele verloren. Ich hoffe daher, dass wir wieder unser Heimspielgesicht zeigen."

Mit vier Punkten aus drei Spielen ist der Club ordentlich in die Saison gestartet. Nun gilt es, das vorhandene Potential auszuschöpfen. Ein gewisser Pluspunkt am Valznerweiher könnte sein, dass die Spieler trotz kurzfristiger Ausfälle zu einer enormen Flexibilität bereit sind. "Erik Wekesser startet vorne links, geht nach hinten links. Manuel Wintzheimer startet im Zentrum, geht dann nach links, spielt die zweite Halbzeit aus halbrechts", zählt Klauß auf. "Dass die Jungs das so annehmen, gibt uns ein gutes Gefühl." Nun soll es im Heimspiel gegen Heidenheim auch wieder im Erfolg münden, denn dort will Nürnberg wieder auf dem Gaspedal stehen.