Kleeblatt: Neues Fortune im Jahr 2018

Die SpVgg Greuther Fürth hat sich am gestrigen Sonntag mit einem 1:0-Heimsieg über die SG Dynamo Dresden einen Big-Point im Abstiegskampf gesichert. In einem durchaus attraktiven Spiel vergaben dabei die Gäste eine Vielzahl bester Gelegenheiten und brachten die Heimelf immer besser ins Spiel. So war es ein Standard und eine geschlossene Abwehrleistung, die den Heimsieg am Ende perfekt machen.
Glückssträhne darf nicht abreißen
Allgemein scheinen die Fürther sich in diesem Jahr wieder ein wenig Glück erarbeitet zu haben. Während man in der Hinrunde noch viele Spiele auch durch Pech verlor, so gestaltet sich die Rückrunde der Franken genau umgekehrt. Schon beim 0:0-Remis in Bielefeld konnte sich die SpVgg auf die klägliche Chancenverwertung des Gegners verlassen, ebenso beim 0:0 gegen Kiel - als Marvin Ducksch gleich mehrfach das 1:0 für die Störche verpasste - und nun beim 1:0-Sieg über Dynamo. Auch deshalb schöpft man im Ronhof wieder berechtige Hoffnungen auf den Klassenerhalt. Dennoch blieben die Spieler und der Coach nach dem Spiel selbstkritisch. Insbesondere in der Offensive sehen die Verantwortlichen noch eine Menge Potential nach oben und auch die schmeichelhafte Führung wollte Trainer Buric zur Pause nicht schönreden: "Die erste Halbzeit werden wir noch mal richtig analysieren – wir haben diese Zeit glücklich überstanden und haben im richtigen Moment getroffen." Auch Manager Azzouzi fand objektive Worte für den Sieg: "Das war das erwartet schwere Spiel, in dem wir in der ersten halben Stunde auch Glück hatten. " Allerdings wollte das Team auch ausdrücklich für den Einsatz loben: "Wenn man die Spieler nach dem Spiel gesehen hat, hat man Erleichterung gesehen, aber auch, dass sie kaputt waren. Denn sie sind sehr viel gelaufen, haben alles reingeworfen. Das ist ja auch das, was in unserer Situation notwendig ist, was wir sehen wollen. Wir haben kämpferisch alles gegeben und sind mit drei Punkten belohnt worden."
Punkteausbeute stimmt
Doch auch wenn die spielerischen Leistungen im Angriff zuletzt mehrfach zu Wünschen übrig ließen, so hat sich Greuther Fürth in den letzten Wochen deutlich stabilisiert. Mit zwölf Punkten aus den letzten acht Spielen hat man sich bis an das rettende Ufer zurückgearbeitet und den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen mehr als wieder hergestellt. Dem gruseligen Saisonstart läuft man aber wohl bis zum letzten Spieltag noch hinterher. Das Team rückt in den schweren Zeiten jedenfalls weiter zusammen. Torschütze Gugannig freute sich zwar sichtlich über seinen Treffer, stellte sich aber in den Dienst der Mannschaft: "Es fühlt sich immer gut an, das Siegtor zu schießen – mein erstes Saisontor. Aber was mich viel mehr freut, das wir das 1:0 alle gemeinsam über die Zeit gebracht und gut verteidigt haben." In den nächsten drei Partien warten allerdings mit Düsseldorf und Nürnberg u.a. die beiden Spitzenteams der Liga. Auch dort wird die Mannschaft mindestens dieselbe Leidenschaft und auch dasselbe Quäntchen Glück gebrauchen, denn der Abstiegskampf wird Greuther Fürth bis zum letzten Spieltag begleiten.