"Kollektives Versagen": FCK nach Pokal-Debakel schonungslos

Statt einem erneuten Pokal-Märchen in Berlin erlebte der 1. FC Kaiserslautern am Dienstagabend einen Albtraum. Mit 1:6 verlor die Elf von Thorsten Lieberknecht deutlich. Nach der Partie fand der Trainer klare Worte und nahm sich auch selbst in die Verantwortung.

"Schäme mich in Grund und Boden"

DFB-Pokal im Olympiastadion gegen Hertha BSC - daran hatte der 1. FC Kaiserslautern eigentlich gute Erinnerungen. Vor fast zwei Jahren gewannen die Pfälzer dort mit 3:1 und zogen ins Halbfinale ein. Nur wenige Monate später waren sie sogar erneut Gast im Berliner Stadion - nämlich zum Finale des Wettbewerbs. Ein Déjà-Vu wird es für die Lautrer allerdings nicht geben - stattdessen erlebten die Pfälzer am Dienstagabend einen Albtraum.

Mit 1:6 kam die Mannschaft von Thorsten Lieberknecht unter die Räder. Der Trainer fand nach der Partie klare Worte: "Das war eine Nichtleistung. Ich sitze hier als Trainer und schäme mich in Grund und Boden." Deshalb könne man sich "nur bei unseren Fans entschuldigen, die auch heute wieder mit 5.000 auf einen Dienstagabend hier angereist sind".

"Möchte nicht mit dem Finger nur auf die Spieler zeigen"

Als Trainer sehe sich Lieberknecht "auch in der Verantwortung und möchte nicht mit dem Finger nur auf die Spieler zeigen". Aus seiner Sicht sei es "ein kollektives Versagen von uns allen" gewesen. Aber: "Ich werde den Kopf rausstrecken und den Gegenwind aushalten. Wir gewinnen zusammen und wir verlieren gemeinsam. Aber das müssen wir jetzt erstmal verdauen."

Nach der Pleite gehe es für den FCK jetzt erstmal auch darum, "den Kredit zurück zu erarbeiten, den wir mit dem Spiel heute verloren haben", was "etwas brauchen wird". Die erste Gelegenheit dazu hat der FCK am Samstag vor heimischem Publikum gegen Dynamo Dresden. Jedoch könnte es sein, dass die Pfälzer in dieser Partie auf Torjäger Ivan Prtajin verzichten müssen, der sich am Pokalabend eine Oberschenkelverletzung zuzog. Ebenfalls wird Ji-Soo Kim nicht mitwirken können - bei Paul Joly besteht dagegen etwas Resthoffnung.

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