Köln-Keeper Horn steht vor einer vielversprechenden Zukunft

Der 1. FC Köln hat in den letzten Partien nach der Winterpause doch merklich geschwächelt. Zwei schwer erkämpfte Siege gegen Sandhausen und Cottbus, zwei Remis gegen Fürth und Aue sowie eine bittere Heimpleite gegen den SC Paderborn stehen für die Geißböcke im Fußballjahr 2014 zu Buche. Konstant starke Leistungen hat derweil Keeper Timo Horn in all diesen Partien bringen können. Der 20-Jährige hat einzig beim Freistoßtreffer durch Paderborns Alban Meha eine ungünstige Figur gemacht.

Starke Rückrundenleistungen des Eigengewächses

Ein Blick auf die vergangenen Partien lässt allzu schnell erahnen, dass das Eigengewächs mit starken Paraden weitere Gegentreffer verhindern konnte. Oft wird der Schlussmann des Tabellenführers nicht gefordert. Wenn er allerdings Torschüsse abwehren muss, ist er gekonnt zur Stelle. So auch beim jüngsten Duell gegen den FC Energie Cottbus, wo er mit echten Glanzparaden das vorentscheidende 0:2 verhindern konnte und damit die Basis für die Wende beim 2:1-Heimsieg setzen konnte. Auch beim 1:0-Auswärtssieg beim SV Sandhausen hat er mit seiner Präsenz, seinem modernen Torwartspiel und nicht zuletzt seiner glänzenden Reflexe einen gehörigen Anteil am dreifachen Punktgewinn. Bei den Punkteteilungen beim FC Erzgebirge Aue und gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth hielt er ebenfalls sicher und war bei den Gegentreffern absolut machtlos. Bei Horn ist zweifelsfrei ein Reifungsprozess eingetreten, denn er hat sich zu einer echten Persönlichkeit im Kölner-Team entwickeln können. Sicherlich hat er auch einen Patzer wie in Dresden oder in Düsseldorf verantwortet. Dennoch muss ehrlich konstatiert werden, dass er einen gehörigen Anteil an der bisher so formidablen Saison aus Kölner-Sicht trägt.

Sämtliche DFB-Nachwuchsmannschaften durchlaufen

Sportlich ist der Blondschopf zweifelsfrei unumstritten und auch menschlich genießt er ein enorm hohes Ansehen im Umfeld. Timo Horn überzeugt durch Leistung auf dem Platz und ist kein großer Lautsprecher. Er verkörpert den modernen, mitspielenden, fußballerisch guten Schlussmann, der das Spiel mit schnellen Pässen und Abwürfen schnell machen kann und neue Angriffe einleitet. Wegen seiner natürlichen Art ist er vom treuen Kölner-Publikum zu einer Galions- und Identifikationsfigur beim FC ausgerufen worden. Seine natürliche Art kommt bei den Rheinländern an, da er aus dem Rheinland kommt und die Werte dieses Vereins perfekt verkörpern kann. Seine Zukunft scheint vielversprechend zu sein, denn er hat von der U15 bis zur U21-Nationalmannschaft alle Auswahlmannschaften des DFB durchlaufen. Wenn er weiterhin so stark halten kann, wird er zwangsläufig auch für das A-Auswahlteam ein Kandidat sein, da er sämtliche Voraussetzungen mitbringt. Nur bei einem Bundesliga-Aufstieg des 1. FC Köln wird er weiterhin im Tor der „Geißböcke“ stehen. Davon ist jedoch auszugehen. Es spricht sportlich und charakterlich nicht wirklich viel dagegen, dass Timo Horn in den nächsten Jahren zu einem der besten Keeper in Deutschland aufsteigen wird.

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