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Koordinaten ersetzen Stadionuhr: HSV richtet "Blick nach vorn"

Der Hamburger SV hat sich wie angekündigt von der Stadionuhr im Nordwest-Bereich des Volksparkstadions getrennt. Anstelle der Uhr prangen nun die Koordinaten des Spielfeld-Mittelpunktes in der Kurve. Laut einer Vereinsmitteilung wollen die Verantwortlichen mit der Abschaffung der traditionellen Anzeige neue Akzente setzen.

Stadionuhr: Zuletzt eher Last als Motivation

Lange Zeit war sie eines der Markenzeichen des Bundesliga-Dinos – die Stadionuhr. Sie verwies auf die Zeit der Bundesliga-Zugehörigkeit der ehemals "Unabsteigbaren". Doch spätestens seit dem Absturz der Rothosen in die Zweitklassigkeit stellte die Uhr eher Belastung als Motivation dar.

So plädierten die Verantwortlichen bereits unmittelbar nach dem verpassten Wiederaufstieg im Juni dieses Jahres für eine Trennung von der Anzeige. Nun ist es soweit: Die Stadionuhr, die zuletzt die seit Vereinsgründung vergangene Zeit mitzählte, ist Geschichte. Stattdessen wurden an gleicher Stelle Koordinaten platziert, die auf die Position des Anstoßpunktes im Volksparkstadion verweisen. Nach den Querelen der jüngsten HSV-Vergangenheit soll auf diese Weise wieder der Sport in den Mittelpunkt rücken.

"Fokus stärker auf den Fußball legen"

Gegenüber "Bild" äußerte sich Vorstandschef Bernd Hoffmann: "Wir haben bereits zum Ende der vergangenen Saison entschieden, die Uhr abzubauen. Wir möchten uns in die Zukunft ausrichten. Dabei hilft der ständige Blick in den Rückspiegel nicht." Gerade die Rückserie der vergangenen Spielzeit verdeutlichte wieder einmal die Instabilität des HSV-Gerüsts. Auch vor diesem Hintergrund solle die Maßnahme "den Fokus am Spieltag noch stärker auf den aktuellen Fußball legen."