"Kopf spielt eine Rolle": Dresden mit vierter Pleite in Folge

Mit dem 0:1 im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld hat sich Dynamo Dresden noch tiefer in den Abstiegskampf befördert. Trainer und Kapitän gaben sich im Anschluss enttäuscht.

Wenig Durchschlagskraft

Auch wenn die erste Halbzeit gegen Bielefeld nicht ganz so schwach war wie noch in Fürth, ließen die Dresdner viele Dinge vermissen, die es braucht, um gegen ein Spitzenteam wie die Arminia zu gewinnen. Im Offensivspiel weitgehend harmlos und in der Abwehr mit immer wiederkehrenden Unkonzentriertheiten ging es dennoch mit einem 0:0 in die Pause. "Man hat gesehen, dass der eine oder andere schon sehr verunsichert war. Da ging es wirklich um die einfachen Sachen: Ballan- und Mitnahme, den Pass über fünf Meter, womit einige Spieler heute große Probleme hatten", sagte ein sichtlich ernüchterter Cristian Fiel auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. In der 63. Minute nutzte Andreas Voglsammer dann seine vierte Chance zum 0:1. Von Dynamo kam kaum etwas, die wenigen Chancen wie die von Moussa Koné in der Anfangsphase wurden vergeben. "Weil wir es nicht schaffen, diesen Ball über die Linie zu kriegen, stehen wir heute auch ohne Punkte da", so der Trainer weiter.

"Macht ein bisschen ratlos"

Es war die vierte Niederlage in Folge und das dritte Spiel nacheinander ohne eigenes Tor. Der zuletzt verletzte und schmerzlich vermisste Alexander Jeremejeff traf zwar kurz nach seiner Einwechslung zum vermeintlichen Ausgleich, allerdings war der Ball zuvor schon im Aus gewesen. So aber blieb es bei der Heimniederlage, durch die die Schwarz-Gelben weiterhin mit neun Punkten auf dem vorletzten Platz verharren und am Montag sogar noch von Wiesbaden überholt werden könnten. "Der Kopf spielt mittlerweile eine Riesenrolle und macht uns das Leben schwer“, sagte Kapitän Marco Hartmann gegenüber "Dynamo-TV". Die Stimmung sei aktuell "beschissen, weil du dir wieder viel vorgenommen und es einfach nicht hinbekommen hast. Es war nicht einfach nur Pech, sondern alles in allem verdient und das macht ein bisschen ratlos."

Kommende Aufgaben haben es in sich

Gleichwohl machte der 31-Jährige deutlich, dass noch nichts verloren sei: "So blöd wie es sich für Jeden anhört: Kopf hochnehmen, weitermachen. Du kannst jetzt nicht aufhören im Oktober". In die gleiche Kerbe schlug auch Fiel: "Aufgeben ist keine Option. Wir müssen weiter arbeiten." Nur lassen die kommenden Gegner nicht unbedingt Quantensprünge erwarten: Kommenden Mittwoch geht es im DFB-Pokal zu Hertha BSC, in der Liga warten anschließend auswärts der VfB Stuttgart und der Kellergipfel gegen Wiesbaden. Angesichts der alljährlich stattfindenden Pokalüberraschungen gibt es aber auch in Dresden die leise Hoffnung, sich mit einer guten Partie im Olympiastadion wieder Selbstvertrauen für den Abstiegskampf zu holen.

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