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Koschinat: "Haben uns ein Stück weit selbst überschätzt"

Nach dem mehr als gelungenen Einstand von Uwe Koschinat muss der neue Trainer des SV Sandhausen erstmals eine schlechte Leistung seines Teams hinnehmen. Entsprechend verdient, auch in ihrer Höhe, fiel die Niederlage gegen Liga-Konkurrent Heidenheim (0:3) aus. Der SVS befindet sich nach dem Aufschwung in der Liga wieder zurück auf dem Boden der Tatsachen.

"Unentschlossenheit führte zu Heidenheims Führung"

Entsprechend klare Worte fand er Ex-Coach von Fortuna Köln: "Ich kann heute sagen, dass meine Mannschaft in der Kernkompetenz des Zweitliga-Fußballs eine Lehrstunde erhalten hat. Aus meiner Sicht haben wir in der ersten Phase den Gegner eingeladen ein kompaktes Pressing zu spielen. Diese Unentschlossenheit hat dann zur Führung der Heidenheimer geführt. Eine Viertelstunde vor der Pause haben wir den Druck erhöht, unsere Chancen aber nicht genutzt. Ich hoffe, dass wir aus der Partie heute ausreichende Lehren für die Zukunft ziehen können und wieder an die Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen."

Koschinat zog direkt nach Abpfiff eine erste Bilanz und betonte nach den beiden Erfolgserlebnissen in der Liga den Ernst der Lage, in der sich der SVS nach wie vor befindet: "Die Spieler haben aus zwei Spielen vier Punkte geholt. Die Spiele haben sich irgendwo leicht angefühlt, wir haben sieben Tore erzielt in zwei Spielen, möglicherweise haben wir uns ein Stück weit selbst überschätzt" sagte Koschinat direkt nach Spielende der ARD.

Niederlage schmerzt auch finanziell

Tatsächlich passte beim SVS in Heidenheim nicht viel zusammen. Die Kurpfälzer erspielten sich dieses Mal kaum Torgelegenheiten und waren den Heidenheimern in allen Belangen klar unterlegen. Das 0:3 am Ende, auch in seiner Höhe verdient. Eingeleitet wurde die Niederlage durch einen Elfmeter, der von Schnatterer verwandelt, den SVS schon nach acht Minuten auf die Verliererstraße brachte: "Der Elfmeter war komplett unnötig. Wir haben es heute den Heidenheimern viel zu einfach gemacht. In unserer kurzen Hochphase hatten wir die ein oder andere Chance, konnten aber keine davon für uns nutzen. Mit dem 0:3 war das Spiel dann gelaufen. Diese Niederlage tut natürlich sportlich unheimlich weh, aber ganz klar auch aus finanzieller Sicht", bedauerte SVS-Präsident das Pokal-Aus angesichts von 664.000 Euro, die dem SVS durch die Lappen gegangen sind.

Chance zur Wiedergutmachung haben die Sandhäuser bereits am Samstag gegen Dynamo Dresden. Mit einem Heimsieg kann der Drittletzte weiter Tuchfühlung zum Tabellenmittelfeld herstellen.