KSC-Torschütze Grozurek: Niederlage in Kiel "brutal unnötig"

Drei Pflichtspiele in Folge konnte der KSC bisher für sich entscheiden, gegen Holstein Kiel aber war Schluss: Mit 2:1 unterlag der Aufsteiger den "Störchen". Trainer Alois Schwartz zeigte sich nach der Partie enttäuscht.
"Wenn du nicht nachlegst, wirst du bestraft"
"Ich denke, dass wir ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht haben", leitete der Karlsruher Übungsleiter die Pressekonferenz nach der Partie ein: "Dass wir mit leeren Händen nach Hause fahren, ist bitter für uns." Das dürfte vor allem auf das frühe Tor der Karlsruher zurückzuführen sein, das in der 17. Minute durch Grozurek fiel. Danach sah Schwartz "so gut wie keine Abschlussmöglichkeiten für den Gegner" - allerdings hätte seine Mannschaft nach dem ersten Tor auch das Zweite hinterherschicken müssen, so der Trainer. Aber: "Das ist so in der Liga. Wenn du das nicht nachlegst und hinten nachlässig wirst, dann wirst du bestraft."
Und genau dies passierte noch vor dem Pausenpfiff: Kiels Jae-Sung Lee traf quasi mit Ende der ersten Halbzeit. Offenbar eine Phase, die dem KSC grundsätzlich noch nicht so liegt: "Was mich richtig ärgert ist, dass wir zum wiederholten Male in der Schlussminute einer Halbzeit ein Tor fressen", so Schwartz: "Das ist natürlich eine Konzentrationssache."
KSC verpasst den Ausgleich
Auch KSC-Torschütze Grozurek ärgerte sich über den späten Ausgleich in der ersten Hälfte: "Wir kriegen vor der Pause wieder so ein saublödes Tor, das nie passieren darf, weil wir unkonzentriert sind, von vorne bis hinten." Und in der zweiten Halbzeit legte dann ausgerechnet Lee auch noch den zweiten Treffer nach (64.). Dem KSC hingegen gelang es trotz einiger Chancen nicht mehr, nochmal zurückzukommen: "Letztendlich haben wir hinten raus noch Möglichkeiten gehabt. Wir haben nicht aufgegeben, offensiv gewechselt", erklärte Schwartz, aber: Es reichte einfach nicht mehr. "Leider haben wir das nötige Glück nicht gehabt. Dann müssen wir mit der 2:1 Niederlage nach Hause fahren."
Der Höhenflug des KSC ist damit also vorerst ins Stottern gekommen. Zu sehr dürfte dies die Mannschaft aber nicht belasten - zumindest, wenn es nach Lukas Grozurek geht: "Das wird uns auf keinen Fall zurückwerfen. Meiner Meinung nach war das eine brutal unnötige Niederlage" so der Mittelfeldspieler: "Aber wir sind trotzdem gut gestartet." Am kommenden Spieltag kann der KSC wieder in die Spur finden - die Aufgabe allerdings wird nicht gerade einfach: Der nächste Gegner des Aufsteigers ist der HSV.