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KSV-Niederlage: "Quäntchen Glück hat gefehlt"

Die KSV Holstein hat am Montag Abend das Norddberby gegen den FC St. Pauli knapp und etwas unglücklich mit 1:2 verloren. Dabei waren die Nordlichter von der Kieler Förde keineswegs die schlechtere Mannschaft und hatten beste Chancen zum Punktgewinn, doch die Niederlage stand am Ende schwarz auf weiß.

Schubert: "Kann den Jungs keinen Vorwurf machen"

Insbesondere die 2. Hälfte war für den neutralen Zuschauer höchst ansehnlich. Neben den drei Toren von Lawrence – bei dem Torhüter Reimann nicht gut aussah – und Conteh für die Hamburger sowie Baku mit einem feinen Schlenzer für die Gäste, hatten insbesondere die Kieler über Atanga (48.), Lee (58), Serra (60.), Atanga (76.) und Lee (88.) reichlich Möglichkeiten zum Ausgleich. Allerdings stand entweder Keeper Himmelmann oder gar der Pfosten des Pauli-Tores den Kieler Erfolgen im Weg. Für einen oder gar drei Punktgewinne reichte es aber nicht mehr. Trotz der Verägerung über die Niederlage konnten sich die Spieler am Ende nur die mangelnde Chancenverwertung vorwerfen lassen. Trainer Andre Schubert nahm sein Team daher nach der Partie auf der Homepage in Schutz: „Die Mannschaft mit den glücklicheren Momenten hat heute gewonnen. Wir sind mehr marschiert und haben wahnsinnig viel investiert. […] Ich kann den Jungs aber keinen Vorwurf machen. Sie haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht."Selbst St. Pauli Vorstand Andreas Bornemann musste im Anschluss anerkennen: „Es war eine spannende Partie, die in beide Richtungen hätte ausgehen können."

Wahl: "Komplett unnötig"

Defensivmann und Kapitän Hauke Wahl war dennoch reichlich frustriert ob des ausbleibenden Punktgewinns: „Komplett unnötig, hier heute zu verlieren. Ich fand, dass wir die bessere Mannschaft waren und den Sieg verdient gehabt hätten. […] Wir haben die Bälle besser festgemacht und laufen lassen. Dann haben wir innerhalb von drei Minuten drei Riesenchancen und machst keine. Da hat das Quäntchen Glück gefehlt. Komplett." Die dennoch gute Leistung bescheinigten indes sowohl Geschäftsführer Fabian Wohlgemuth, als auch Präsident Steffen Schneekloth. Für die Kieler sorgt die Niederlage für einen ergebnistechnisch durchwachsenen Saisonstart, obwohl die Leistungen zumeist sehr ordentlich waren. Sowohl beim Remis gegen Sandhausen, als auch bei der Niederlage gegen Darmstadt und gestern Abend gegen St. Pauli waren die Störche nicht das schlechtere Team, scheiterten aber immer wieder an der eigenen Chancenverwertung. Das ist der Hauptknackpunkt der Kieler in dieser Saison. Deshalb machte Andre Schubert im Anschluss noch einmal deutlich: „Wir müssen weiterhin Gelegenheiten herausarbeiten und noch konsequenter diese auch verwerten." Die nächste Chance dazu erhält die KSV am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue mit Neu-Trainer Dirk Schuster.