Leipzig nach Nürnberg-Pleite: „Das war einfach zu wenig“
Am Freitagabend unterlag RB Leipzig beim 1. FC Nürnberg mit 0:1. In einer niveauarmen Partie konnten die Roten Bullen ihre Spielweise zu keiner Zeit auf den Platz bringen und setzen ihren Abwärtstrend weiter fort. Im Folgenden erklärt liga2-online.de, wie die Niederlage der Sachsen zustande kam. Trainer Zorniger war nach der Partie mehr als unzufrieden mit seiner Mannschaft und sah „ungewohnte Schwächen im Passspiel und in der Balleroberung“. Die Fehlpassquote lag bei vielen Akteuren jenseits von Gut und Böse, weshalb kaum strukturierte Angriffe zustande kamen. Da auch die Franken nicht mit Ballsicherheit glänzten, wechselte das Spielgerät nahezu sekündlich zwischen den beiden Teams hin und her. Die Rasenballsportler versuchten es vor dem Seitenwechsel das ein ums andere Mal mit Distanzschüssen, die dem Nürnberger Schlussmann aber keine Probleme bereiteten. Die größte Torchance vergab der diesmal blass gebliebene Poulsen kurz vor dem Pausentee.
Leipzig seit seit zehn Wochen ohne Auswärtssieg
Direkt nach Wiederanpfiff ließen die Sachsen mit einem Tor ihres dänischen Stürmers aufhorchen, das von Schiedsrichter Drees aufgrund einer Abseitsstellung jedoch zurecht nicht anerkannt wurde. Nach rund einer Stunde musste Innenverteidiger Compper auf Seiten der Roten Bullen verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Trainer Zorniger sollte dies nach Abpfiff als „Knackpunkt des Spiels“ bezeichnen. In der Tat geriet die Defensiver der Leipziger ohne den Neuzugang aus Florenz gehörig ins Schwimmen. Nachdem Füllkrug zunächst knapp scheiterte, war es Schöpf, der den FCN per Fernschuss in Führung brachte. Nach dem Rückstand wirkte die Leipziger Hintermannschaft teilweise vogelwild und konnte froh sein, nicht weitere Gegentreffer zu kassieren. Füllkrug scheiterte freistehend vor allem an sich, Koch nach einer Ecke an dem Pfosten. Tim Sebastian vermisste im Vergleich zu vorherigen Partien „die nötige Zwickkampfhärte.“ Trotz offensiver Grundausrichtung, kamen die Messestädter nicht mehr zu großen Torchancen, geschweige denn zum Ausgleichstreffer. Aufgrund der gezeigten Leistung wäre ein Unentschieden auch sehr schmeichelhaft gewesen, denn nicht nur Dominik Kaiser sah Nürnberg „den einen Tick besser.“ Trainer Zorniger sprach auf der abschließenden Pressekonferenz von einem „Minimum-Weg“, um nach einer kurzen Pause hinzuzufügen „das war einfach zu wenig von uns." Die Leipziger warten in der Fremde mittlerweile seit zehn Wochen auf einen Sieg und sammelten aus den letzten fünf Partien lediglich fünf Pünktchen. Am kommenden Freitag gegen Bochum sollte unbedingt ein Sieg her, wenn die Roten Bullen einen stürmischen Herbst vermeiden wollen.
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