Leipzig: Zorniger-Nachfolger Beierlorzer schreibt Aufstieg noch nicht ab

Für viele kam der Trainerwechsel bei RB Leipzig sicherlich überraschend. Nicht oft greift eine Mannschaft aus den vorderen Tabellenregionen zu einer solchen Maßnahme. Alexander Zorniger musste nach zweieinhalb Jahren mit zwei Aufstiegen seinen Hut nehmen und wird zumindest bis Saisonende durch Achim Beierlorzer ersetzt. Wie es nach der Saison weitergeht ist bislang offen. Zorniger verabschiedete sich nun nochmals offiziell über seinen privaten Facebook-Account bei Fans und Freunden. Dort bedankt er sich bei allen Fans, Teamkollegen, Mitarbeitern und blickt auf eine positive und erfolgreiche Zeit zurück.

Rangnick: „Haben einen völlig einen anderen Auftakt erwartet“

Auch Sportdirektor Ralf Rangnick hat sich inzwischen auf einer Pressekonferenz zu den Hintergründen des Trainerwechsels geäußert. Die Gründe liegen dabei in der Stagnation der Leistung des Teams, dass nach einem vielversprechenden Start inzwischen ins Mittelfeld der Zweiten Liga abzurutschen droht. „Gerade nach der Winterpause haben wir einen völlig anderen Auftakt erwartet“, erklärt Rangnick. Rückblickend findet aber der Sportchef nochmals lobende Worte an seinen Ex-Trainer: „Viel mehr Erfolg geht nicht!“ erklärt er im Hinblick auf die vergangenen beiden Spielzeiten und die Entwicklung des Teams. Dennoch wurde Zorniger entlassen und wird bis auf Weiteres durch den bisherigen U17-Trainer Achim Beierlorzer ersetzt. Der Sportdirektor hält viel von der internen Lösung und begründet dies wie folgt: „Wir wollten einen Trainer, der den Verein und auch die Spieler kennt und der von unserer Spielidee überzeugt ist. Achim Beierlorzer hat unsere Spielphilosophie in der U17 hervorragend umgesetzt. Vor allem die Art und Weise, wie die Mannschaft spielt, hat mich begeistert. Ab sofort ist er der wichtigste Mann im Verein.“

Beierlorzer: „Es ist möglich in dieser Saison noch aufzusteigen“

Achim Beierlorzer kam vor der laufenden Saison als neuer Nachwuchstrainer nach Leipzig und führte die U17-Junioren aktuell auf den ersten Tabellenplatz der Bundesliga. Über seine Beförderung zum Coach der Profis war der 47-Jährige „natürlich überrascht“, wie er auf der Pressekonferenz verriet, stellt sich jedoch gerne der Herausforderung. Sein Ziel ist es zunächst das Team wieder in die Spur zu bringen. „Jeder Spieler soll wieder zu seinen Stärken finden“ - so das erste Etappenziel des neuen Trainers. In den nächsten Wochen sollen die Zuschauer wieder den „aggressiven Angriffsfußball“ zu sehen bekommen, für die Mannschaft eigentlich steht. Gelingt dieser Schritt schnell, glaubt Beierlorzer weiterhin an das interne Saisonziel: „Ich bin mir sicher, dass es möglich ist, mit dieser Mannschaft in dieser Saison noch aufzusteigen.“ Bei aktuell fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz ist das sicherlich noch möglich. Allerdings dürfen sich die Roten Bullen, angesichts der zahlreichen und namhaften Konkurrenz, nicht allzu viel Zeit lassen, um in Form zu kommen.

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