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Leitl nach Pokal-Aus kritisch: "Für dieses Spiel gibt es keine Erklärung"

Nach den ersten drei Pflichtspielen der Saison weiß die SpVgg Greuther Fürth immer noch nicht, wohin die Reise gehen wird: Nach einem Sieg und einer Niederlage in der Liga flogen die Kleeblätter in der ersten Runde des DFB-Pokal gegen den Drittligisten aus Duisburg aus dem Wettbewerb. Nach dem Match übten sich alle Beteiligten in Selbstkritik.

"Nicht an unsere Leistungsgrenze gegangen"

"Erstmal möchte ich mich bei unseren Fans bedanken, die uns heute zahlreich unterstützt haben", hob Cheftrainer Stefan Leitl das Positive hervor, das die SpVgg Greuther Fürth am späten Sonntagnachmittag in Duisburg erlebten. Dabei musste es der 41-Jährige auch belassen, denn viel mehr konnte sein Team bei der 0:2-Niederlage gegen den Drittligisten nicht anbieten. "Für dieses Spiel gibt es keine Erklärung", stellte der Coach ernüchternd fest und suchte trotzdem nach den Gründen: "Wir sind heute im Kollektiv nicht an unsere Leistungsgrenze gegangen. Wir haben die Grundtugenden wie Zweikämpfe nicht auf den Platz gebracht und dann verlierst du so ein Spiel."

Leitl habe auf Experimente in der Startaufstellung verzichtet, dennoch konnte sich seine Mannschaft gegen den klassentieferen Gegner nur selten behaupten. "Es ist bitter, wir wollten natürlich eine Runde weiter kommen. Wir hatten einen Gegner, den wir auf dem Papier durchaus hätten schlagen können", schimpfte auch Außenbahnspieler Maximilian Wittek im Nachgang der Partie und suchte die Kritik bei seinem eigenen Team: "Wir geraten relativ früh in Rückstand und konnten das dann nicht verarbeiten. Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen." Nach rund 15 Minuten hatten die MSV-Akteure bereits das Endergebnis hergestellt, in der Folgezeit hielten sich die Zebras unbeschadet. "Duisburg war gieriger, das hat man heute gesehen, und dafür wurden wir bestraft", lautete deshalb auch das Fazit von Wittek.

Duell der Pokal-Verlierer

Nun dürfe man allerdings nicht den Fokus verlieren. "Natürlich müssen wir die Fehler, die heute passiert sind, analysieren. Wir müssen dieses Spiel schnellstmöglich abhaken", kündigte der linke Abwehrspieler an, worin er von Mergim Mavraj bestätigt wurde. "Wir hatten über die gesamten 90 Minuten unterm Strich keinen Zugriff", urteilte der erfahrene Abwehrmann und führte dies im Detail aus: "Wir hatten über das ganze Spiel nicht wirklich eine Minute oder zwei Minuten mal gedacht, dass wir jetzt im Spiel sind. Die Abstimmung hat nicht gut funktioniert. Wir haben die entscheidenden Zweikämpfe heute verloren."

Nach einem gemischten Saisonstart, bei dem die Fürther zunächst gegen Aue verloren und anschließend auf St. Pauli gewinnen konnten, liegt nun das Spiel gegen den SSV Jahn Regensburg vor den Fürthern – auch die Oberpfälzer schieden im DFB-Pokal aus. Weitere Einblicke in seine Gefühlslage oder der Vorausplanung für das bayrische Duell am Sonntag (13:30 Uhr) wollte Trainer Stefan Leitl aber nicht mehr geben: "Dabei möchte ich es jetzt auch zu diesem Zeitpunkt belassen."