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Lieberknecht beschwört vor Heimspiel gegen Kiel "Symbiose zwischen Fans und Mannschaft"

IMAGO / Eibner

Der SV Darmstadt 98 kann am Samstag mit einem Heimsieg über Holstein Kiel zumindest vorübergehend Tabellenführer werden. Lilien-Coach Lieberknecht betont im Voraus der Partie aber, dass es ein Erfolg alles andere als selbstverständlich ist, was vor allem an den Unwägbarkeiten der Trainingswoche lag.

Erschwerte Vorbereitung auf die Partie

Noch am Mittwoch vergangener Woche hatten die Lilien mitgeteilt, dass bei einer zweistelligen Anzahl an Personen ein positiver Corona-Befund nachgewiesen werden konnte. Die betroffenen Spieler und Mitglieder des Trainer- und Betreuerstabs begaben sich daraufhin umgehend in häusliche Isolation. Noch am Montag standen bei den Darmstädtern lediglich zwei Torhüter und zehn Feldspieler auf dem Trainingsplatz. Dass bei diesen Voraussetzungen eine Spielvorbereitung nicht ideal verläuft, ist selbstredend. Dennoch versuchte Torsten Lieberknecht in der Pressekonferenz vor dem Spiel am Samstag nicht zu hadern, sondern das Optimum aus der Situation zu machen. "In der aktuellen Woche war es wichtig, die freigetesteten Spieler nach und nach wieder in das Training einzugliedern, bei unterschiedlicher Belastung. Insgesamt glaube ich, dass wir es gut gelöst haben", gab sich der Trainer optimistisch.

Und tatsächlich: Dem Trainer stehen bis auf Klaus Gjasula (Gelbsperre) alle Akteuere wieder zu Verfügung, nachdem sich die letzten Spieler am Donnerstag freitesten konnten. Allerdings musste auch der Fußballlehrer zugeben: "Viele Spieler haben nun unterschiedliche körperliche Voraussetzungen. Da lag in dieser Woche die Herausforderung." Lieberknecht und sein Trainerteam seien in enger Abstimmung mit der medizinischen Abteilung und diese Absprachen lasse er ebenfalls in seine Überlegungen einfließen, wer in der Startelf steht.

"Symbiose zwischen Fans und Mannschaft"

Trotz aller Schwierigkeiten gibt es für Lieberknecht nur ein Ziel: "Es ist klar, dass wir Kiel schlagen wollen." Der 48-Jährige betonte, dass dies nicht einfach werden würde, da Kiel eine Mannschaft sei, die "eine viel höhere Qualität hat, als es der Tabellenplatz aussagt". Speziell im Offensivbereich hätten die Störche "spielentscheidende" Akteure. "Diese Jungs müssen wir in Schach halten", warnt Lieberknecht vor der Sturmreihe der Störche.

Insgesamt war die Vorfreude nach der Länderspielpause aber zu spüren. Lieberknecht betonte, dass seine Mannschaft die "massive Unterstützung der Fans" brauche und ergänzte: "Die Freude ist wahnsinnig groß vor ausverkauftem Haus zu spielen. Mit unseren Fans können wir Großes erreichen." Diese Gemeinschaft mit den eigenen Fans bezeichnete er als "Symbiose zwischen Fans und Mannschaft". Dass sein Team sich derzeit noch im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga befindet ist für den Fußballlehrer "ein Wahnsinn". Für ihn läge auch ein Reiz darin, dass die Darmstädter noch immer ein wenig "als Randnotiz" gesehen werden würden. Dennoch legte Lieberknecht viel wert darauf, nicht in Euphorie zu verfallen und den derzeitigen Erfolg nüchtern zu betrachten. Wenn seine Mannschaft nach der Partie am Samstag von der Tabellenspitze grüßen sollte, wäre dies wohl selbst für den Trainer nicht mehr so einfach.