Lieberknecht: "Brauchten viel Geduld, diesen Riegel zu knacken"
Mit etwas Glück hat Eintracht Braunschweig sein Heimspiel am 12. Spieltag gegen den 1. FC Heidenheim mit 1:0 gewonnen. Für den sehenswerten Siegtreffer sorgte Salim Khelifi in der 77. Spielminute. Es war das Highlight in diesem an Höhepunkten armen Spiel gegen die Gäste aus Heidenheim. Rund eine Viertelstunde vor Schluss entschied Salim Khelifi, das nur 61 Kilogramm schwere Leichtgewicht der Blau-Gelben, mit einem satten Rechtsschuss aus gut 25 Metern in das linke obere Toreck die Partie. Prädikat: Sonntagsschuss. Der Torschütze sagte nach dem Match: „Ich hatte bei meinem Schuss ein bisschen Glück, aber trotzdem freue ich mich über das Tor und den Sieg.“
Wenige Torraumszenen auf beiden Seiten
Ansonsten war über weite Strecken der Partie nicht zu erkennen, dass sich zwei in Lauerstellung auf die Aufstiegsränge befindliche Teams gegenüberstanden. Kaum Torraumszenen und wenig Tempo auf beiden Seiten prägten das Geschehen. Vor allem die Gäste zeigten, warum sie mit nur sieben Gegentreffern vor der Partie die beste Defensive der 2. Bundesliga stellten. Braunschweig fiel insbesondere in Halbzeit eins wenig ein, um das gut gestaffelte Abwehrbollwerk der Gäste zu knacken.
Die Folge war ein Geduldsspiel, in dem die Hausherren erst im zweiten Abschnitt mehr Initiative und mehr Mut zeigten. „Man brauchte viel Geduld, diesen Riegel zu knacken. Wir haben zunächst die Überzeugung vermissen lassen, im Abschluss richtig durchzuziehen“, bilanzierte Coach Torsten Lieberknecht die Zurückhaltung seiner Mannen in den ersten 45 Minuten. Die erste ernsthaftere Torchance offenbarte sich Jan Hochscheidt nach rund einer Stunde, als er im Rückwärtslaufen einen Kopfball nur knapp neben den Pfosten setzte. Es war der Auftakt für eine lebhaftere Schlussphase.
Gikiewicz zeichnet sich mehrfach aus
Die größte Tormöglichkeit der Gäste hatte wenig später Marcel Titsch-Rivero nach einer Ecke für den FCH. Seinen verdeckten Schuss aus etwa zehn Metern wehrte der fehlerfreie BTSV-Keeper Rafal Gikiewicz mit den Fäusten und einem starken Reflex ab (72.). Später, kurz nach der Führung, prüfte derselbe Spieler Gikiewicz noch einmal mit einem Distanzschuss – vergeblich. Damit sicherte der Schlussmann, der bisher eine starke Hinrunde spielt, die drei Punkte. Er war einer der Garanten dafür, dass die Eintracht erstmals in dieser Spielzeit zwei Heimsiege in Folge feiern konnte. „Am Ende wurden wir dafür belohnt, dass wir ruhig geblieben sind“, zeigte sich der wiedergenesene Löwen-Kapitän Marcel Correia zufrieden mit der Einstellung seiner Mannschaftskollegen.
Mit dem Sieg im Rücken und der Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen reist die Eintracht am kommenden Sonntag zu Bundesliga-Absteiger und Spitzenreiter SC Freiburg. Vorher steht noch die Pflichtaufgabe in der 2. Pokalrunde beim SSV Reutlingen am Mittwoch auf dem Programm.