Lieberknecht: „Wir haben eine Reaktion gezeigt“

Im ersten Spiel der Rückrunde kam Eintracht Braunschweig zu einem 2:0-Auswärtssieg beim SV Sandhausen. Dem 1:0 kurz nach der Pause (47.) durch Emil Berggreen folgte in der 78. Minute der umstrittene Treffer von Salim Khelifi.

Den Grundstein für den vierten Auswärtssieg der Hinrunde – was Vereinsbestwert bedeutet – legten die Blau-Gelben einmal mehr mit einer stabilen Defensive. Dabei waren die Erinnerungen an das Hinspiel am 1. Spieltag schlecht. Damals setzte es ein überraschendes 1:3 aus Sicht der Eintracht. In der gesamten Hinrunde mussten die Niedersachsen nie mehr so viele Gegentreffer hinnehmen wie zum Auftakt gegen den SVS.

Aziz Bouhaddouz, Sandhausens Mittelstürmer und einer der Torschützen aus dem Hinspiel, hatte nach rund einer halben Stunde die Chance, sein Team in Führung zu bringen. Seinen Kopfball parierte Rafal Gikiewicz im Braunschweiger Tor aber glänzend. Es war nicht das letzte Mal, dass es zum Duell der beiden kommen sollte. In der 63. Minute tauchte der Deutsch-Marokkaner nach einer Flanke erneut gefährlich vor Gikiewicz auf. Die Direktabnahme des Stürmers fischte der Pole abermals mit einer herausragenden Reaktion aus dem Eck. Zwischen diesen beiden hochkarätigen Chancen der Gäste lag der Führungstreffer von Bouhaddouz' Gegenpart auf Braunschweiger Seite. Emil Berggreen sorgte mit seinem fünften Saisontreffer für einen perfekten Start in die zweite Halbzeit.

Bouhaddouz am Boden – Khelifi vollendet

Beim 2:0 stand dann wieder Bouhaddouz im Blickpunkt. Er ging am Strafraum der Gäste nach einem Kopfballduell mit Joseph Baffo zu Boden und blieb liegen. Schiedsrichter Benjamin Cortus unterbrach die Partie nicht. Einige Sandhäuser Spieler blieben stehen, die Eintracht spielte weiter und Salim Khelifi vollendete nach Pass von Berggreen seinen Alleingang, was heftigen Prostest der Gastgeber zur Folge hatte.  Der Torschütze: „Ich habe nicht gesehen, dass da jemand am Boden lag. Ich denke, wir müssen einfach weiterspielen.“

Auch Coach Torsten Lieberknecht betonte, dass dieser Treffer aus seiner Sicht regulär erzielt wurde: „Man muss vorsichtig sein, uns in eine Ecke zu drängen. Für mich war es vor dem 2:0 keine unsportliche Aktion.“ Ungeachtet der strittigen Situation war Lieberknecht mit dem Auftritt seiner Mannschaft einverstanden: „Wir haben nach der Niederlage in Düsseldorf eine Reaktion gezeigt. Es war dieses intensive Spiel, aber wir haben das angenommen und waren insgesamt gesehen der verdiente Sieger.“

Die Eintracht darf sich nun am Mittwoch auf die Reise zum VfB Stuttgart freuen. Dort geht es um den Viertelfinaleinzug im DFB-Pokal, ehe am Sonntag das letzte Pflichtspiel des Jahres 2015 ansteht. Gegner ist dann vor heimischen Publikum der 1. FC Kaiserslautern.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"