Machtkampf in Hannover: Kind und 96 am Dienstag vor Gericht

Am kommenden Dienstag treffen sich Martin Kind und Hannover 96 vor Gericht. Das Landgericht Hannover hat eine mündliche Verhandlung zwischen dem Geschäftsführer und dem Verein angesetzt.

Termin um 11:30 Uhr

Im Juli war der 78-jährige Unternehmer überraschend als Geschäftsführer von Hannover 96 abberufen worden. Dagegen klagte Martin Kind zunächst erfolgreich per einstweiliger Verfügung, weswegen er vorübergehend im Amt blieb. 96 legte dazu wiederum Berufung ein, die noch läuft.

Am kommenden Dienstag, dem 11. Oktober um 11:30 Uhr, wird nun unabhängig davon eine öffentliche Zivilverhandlung vor dem Landgericht Hannover stattfinden, wie der "Kicker" berichtet. Darin wird verhandelt, ob überhaupt die Abberufung des langjährigen Geschäftsführer gültig ist - aus den komplexen Strukturen des Klubs geht hervor, dass der eingetragene Verein (e.V.) ohne Einbeziehung der Aufsichtsratsmitglieder nicht dazu berechtigt gewesen sein soll.

102 Verstöße von Kind?

Die e.V.-Führung handelte dennoch, weil es die Umstände ihrer Ansicht nach zugelassen hätten. In einer Mitteilung vom 1. August 2022 hieß es: "Herr Kind hat persönlich die wichtigen Gründe geschaffen, die eine Weiterführung der Geschäftsführung durch ihn nicht möglich machen." Seitdem entwickelte sich der Machtkampf in Hannover zur Schlammschlacht - nun soll vor Gericht die lange Liste der vermeintlichen Verfehlungen von Martin Kind dargelegt werden. Wie die "Bild" zusätzlich berichtet, will der Vorstand wohl insgesamt 102 Verstöße des Geschäftsführer thematisieren. Das Ergebnis ist offen.

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