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MSV Duisburg: Lieberknecht bringt den Erfolg zurück

Der MSV Duisburg hat nach seinem katastrophalen Saisonstart unter Trainer Ilja Gruev wieder in die Erfolgsspur gefunden und am letzten Spieltag die Abstiegsränge verlassen. Großen Anteil daran hat vor allem Neu-Trainer Torsten Lieberknecht. Seit der ehemalige Braunschweiger die Geschicke der Meidericher leitet, ist der Erfolg zurückgekehrt.

Stabile Defensive

Einer der wichtigsten Gründe für den Umschwung in den Ergebnissen ist die taktische Umstellung der Defensivreihen in der Mannschaft. 20 Gegentore hat der MSV in dieser Saison kassiert, in den sieben Spielen mit neuem Trainer allerdings nur noch drei. Schon bei seiner Vorstellung hatte Lieberknecht angekündigt: "Wir werden versuchen, die Mannschaft in ihrem Kern zu analysieren. Wie die Fähigkeit da ist, in der Defensive Dinge zu verbessern." Diese Verbesserung sind ohne Frage eingetreten, schließlich ist Schlussmann Daniel Mesenhöler mittlerweile seit vier Spielen ohne Gegentor. Sogar zu einem großen Lob ließ sich der Übungsleiter zuletzt gegenüber der "Bild"-Zeitung bewegen: "Die Art und Weise, wie wir um den Strafraum verteidigen, ist bärenstark. Dustin und Gerrit machen da einen Riesen-Job!"

Glück kommt zurück

Doch nicht nur taktisch hat sich in der Mannschaft etwas verändert, auch das Selbstvertrauen und Spielglück sind wieder aus der Versenkung zurückgekommen. Gegen den 1. FC Köln – beim ersten Spiel der Meidericher unter Lieberknecht – vergab die Heimelf eine Vielzahl an Chancen, sodass die zwei Tore der Zebras gerade so zum Auswärtssieg reichten. Seither ist das Glück wieder spürbar. Sandhausen und Bielefeld trafen in den Spielen gegen Duisburg jedenfalls nur Aluminium beim Stand von 0:0 und gegen Paderborn sorgten zwei absolute Sonntagsschüsse für den am Ende verdienten Heimsieg. Der Sprung auf den Nicht-Abstiegsrang in der Tabelle dürfte weiter das Vertrauen von Spielern, Fans und Trainer in die eigene Mannschaft stärken, sodass sogar Scherze in Duisburg wieder erlaubt sind: "Elf Punkte aus den letzten sechs Spielen ist kein schlechter Schnitt. Hätten wir den die ganze Saison, stünden wir ganz oben…", so Lieberknecht mit einem Lächeln.

Abstand nach unten vergrößern

Von den Teams im Tabellenkeller hat Duisburg zweifelsohne den besten moralischen Zustand und somit den besten Lauf. Aus den nächsten Spielen sollen daher noch einige Zähler gesammelt werden, um sich von der kriselnden Konkurrenz abzusetzen. Gegner sind dabei Holstein Kiel, Heidenheim und der Hamburger SV. Die guten letzten Spiele haben nämlich "nur" den miserablen Saisonstart etwas korrigiert, sorgen aber noch nicht für Entspannung in der Tabelle, sodass der Zebra-Coach deutlich macht: "Es wird noch ein langer, harter Kampf bis zu unserem gemeinsamen Ziel Klassenerhalt!" Der erste Schritt dazu soll am Sonntag gegen die Störche von der Kieler Förde gemacht werden.