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"Müssen bei uns bleiben": SVD geht Bielefeld-Spiel fokussiert an

IMAGO / HMB-Media

Vor dem Spiel gegen Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld wollte Darmstadt-Coach Torsten Lieberknecht den Fokus nicht verlieren und blickte optimistisch auf das Duell am Sonntag. Dabei seien diverse Lehren aus dem letztwöchigen 2:2 gegen Heidenheim gezogen worden.

Ein Remis als Euphoriebremse?

Als Tabellenzweiter geht der SV Darmstadt in den 7. Spieltag der 2. Bundesliga. Ein Umstand, mit dem nicht unbedingt jeder vor der Saison gerechnet haben mag. Dennoch war das 2:2-Remis gegen den 1. FC Heidenheim in der vergangenen Woche eine kleine Euphoriebremse nach zuvor fünf Pflichtspielsiegen in Folge. "Heidenheim haben wir sauber analysiert", beteuerte 'Lilien'-Coach Lieberknecht auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen Arminia Bielefeld. Vor allem dass der Ausgleich so kurz vor dem Ende gefallen sei, war dem Trainer ein kleiner Dorn im Auge. So müsse seine Mannschaft in einem solchen Moment eine "noch größere Gier" an den Tag legen, bemängelte Lieberknecht.

Dass all diese Ereignisse noch so präsent im Kopf des 49-Jährigen wabern, liegt auch daran, dass Gemeinsamkeiten in den Spielanlagen des letzten und kommenden Gegners zu erkennen seien. "Bielefeld kann aufgrund ihrer Grundordnungen ähnlich zum Torerfolg kommen. Da müssen wir uns also verbessern", warnte er unmissverständlich. Hinzu komme die individuelle Klasse des Bundesliga-Absteigers. So seien "Spieler wie Hack, Okugawa oder auch Vasiliadis sind ein Traum für jeden Trainer." Auch der neue Trainer, Daniel Scherning, sei eine Variable, die es zu beachten gelte. "Das ist eine Hausnummer, mit der wir uns messen wollen", zeigte sich Lieberknecht überaus motiviert.

"Keine Zeit, um viel durchzuatmen"

Personell tut sich bei den Darmstädtern dabei relativ wenig. Oscar Vilhelmsson, Mathias Honsak und Emir Karic werden alle fehlen, da sie sich noch im Aufbautraining befinden, Kapitän Fabian Holland fehlt indes gelbgesperrt, nachdem er fünf gelbe Karten in sechs Spielen sah. Bei der Aufstellung der Defensive wurde dem Übungsleiter dennoch nicht bange. "Wir haben mehrere Optionen für die Dreierkette", wusste er. Auch sei eine "Vierkette denkbar", wollte er sich zudem nicht in die Karten schauen lassen. Wichtig sei lediglich, dass " jeder, der spielt oder neu reinkommt, liefern muss." Er als Trainer habe "also die Qual der Wahl".

Was am Sonntag ausschlaggebend sein werde, ist dass "wir gepusht durch unsere Fans unsere Power auf den Platz bringen". Dann könne es "ein erfolgreicher Tag" werden. Weiter im Rhythmus zu bleiben und nach dem Abriss der Siegesserie nicht in ein Loch zu fallen, erscheint dabei besonders wichtig – gerade im Anbetracht des Anstehenden. So warten im September mit Bielefeld, Kaiserslautern, Nürnberg und Paderborn durchaus anspruchsvolle Gegner. "Es gibt also wieder keine Zeit, um viel durchzuatmen. Wir müssen bei uns bleiben, gut arbeiten und immer wieder Details für Verbesserungen finden", gab Lieberknecht den Takt vor. Ein erster Schritt in diese Richtung soll daheim gegen Bielefeld gemacht werden.