"Müssen durch die Phase durch": FCN geht erneut unter

Nach der 0:5-Klatsche gegen Ingolstadt sollte beim 1. FC Nürnberg eigentlich alles besser werden, doch auch in dieser Woche hieß es beim Karlsruher SC am Ende 1:4. Der erneute Einbruch müsse nun aufarbeitet werden, wie die konsternierten Beteiligten am Samstag beteuerten.

Pleite trotz Führung

Mit drei Änderungen in der Startelf sollte der desolate Auftritt des FCN der vergangenen Woche eigentlich wettgemacht werden – und der Start gelang auch ganz gut, doch am Ende war man erneut der klare Verlierer. Von einer Rundum-Kritik sah Coach Klauß diesmal jedoch ab, so haben "Kleinigkeiten" das Spiel entschieden, wie er befand. Zum einen sei hier die mangelhafte Chancenverwertung zu nennen. "Wir haben beim Stand von 1:0 und 1:1 drei gute Torchancen, haben davon nur eine gemacht", kritisierte er nach dem Spiel. Auch die Gegentreffer, wovon es nun neun in den vergangenen acht Tagen gab, seien auf "Fehler" zurückzuführen, die abzustellen seien.

Auch Spielgestalter Johannes Geis, einer der drei neu Hereingerückten beim Club, zeigte sich ob des Spielverlaufs durchaus enttäuscht. "So ist es im Fußball häufig, wenn du deine Dinger nicht machst", bediente er die altbekannte Phrase. Tatsächlich hätten die Nürnberger nach dem Freistoßtreffer des 28-Jährigen (29.) und dem anschließenden Ausgleich durch Hofmann (39.) selbst wieder durch Schäffler in Führung gehen müssen (49.). So gerieten die Clubberer jedoch anschließend unter die Räder. "Falsche Entscheidungen getroffen" habe die Mannschaft laut Keeper Mathenia in der Phase vor dem 1:2, das damit nun unumgänglich war.

"Müssen wir aufarbeiten"

"Innerhalb von fünf Minuten geben wir das Spiel her. Nach dem Gegentor dürfen wir nicht sofort hektisch werden, sondern müssen unsere Ruhe bewahren", stimmte auch Übungsleiter Klauß zu. Wie schon gegen den FC Ingolstadt sei das Team "eingebrochen", wie Geis zudem feststellte. "Das müssen wir aufarbeiten. Das geht nicht. So können wir uns nicht präsentieren", wurde der Mittelfeldmann deutlich. So droht der FCN die gute Vorrunde nun zu verspielen. Nur sechs Punkte nach fünf Spielen stehen in der Rückrunde für den FCN – mit einem desaströsen Torverhältnis von 6:12. Nur Schlusslicht Aue kassierte mehr Gegentreffer. "Wir müssen durch die Phase durch", stellte Mathenia fest.

So sei es bei einer "jungen Mannschaft okay, dass es mal ein Tief gibt", so Geis, "aber wir müssen jetzt alle gemeinsam rauskommen." Dies gehe nur mit "harter Arbeit". Auch Keeper Mathenia forderte, dass alle in der Mannschaft "daraus lernen, damit wir uns weiterentwickeln und solche Niederlagen nicht mehr passieren". Allzu groß waren die Sorgen nach der zweiten Klatsche, die durch einen Elfmeter in letzter Spielminute (90.) vielleicht auch etwas zu hoch ausfiel, dennoch noch nicht. So habe der 1. FCN "in der Vorrunde bewiesen, wozu wir in der Lage sind". An diese Leistung soll nun möglichst gegen Regensburg angeknüpft werden, ehe alle verbotenen Träume um eine Rückkehr in die Erstklassigkeit begraben werden müssen. Als Tabellensiebter fehlen dem Club nun sieben Punkte auf den Relegationsrang.

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