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Nach 1:2-Pleite: Nürnberg ärgert sich über eigene Passivität

imago images / Zink

Gegen den SV Werder Bremen gab der 1. FC Nürnberg am Freitagabend spät noch eine 1:0-Führung aus der Hand und kassierte am Ende die dritte Niederlage in Folge. Trainer und Spieler kamen hinterher nicht umhin, die Pleite als verdient einzustufen, den eigenen passiven Auftritt zu kritisieren und für die kommenden Begegnungen eine Besserung zu geloben.  

"Wenn die Bälle alle vorne reinfliegen, dann rutscht irgendwann einer durch"

Zwar hatte der 1. FC Nürnberg am Freitagabend nach einem Treffer von Nikola Dovedan (19.) lange gegen den SV Werder Bremen geführt, dennoch kam die 1:2-Niederlage nach zwei späten Gegentoren durch Niklas Füllkrug (80.) und Leonardo Bittencourt (88.) nicht wirklich überraschend. Zu passiv hatte der Club agiert und dabei lange Glück gehabt, dass die Norddeutschen eine Vielzahl an Torgelegenheiten ausließen.

"Wenn die Bälle alle vorne reinfliegen, dann rutscht irgendwann einer durch und deswegen haben wir dann am Ende verloren", resümierte FCN-Coach Robert Klauß nach dem Spiel und bemängelte die Passivität seiner Truppe: "Wir haben es nicht geschafft, den Gegner wegzuhalten und haben zu tief verteidigt. Wir hatten zu viele Ballverluste und dadurch dauernd Druck auf die Abwehrkette. Es lag heute aber weniger am Verteidigen, sondern mehr am Spiel mit dem Ball."

Mathenia ist noch Nürnbergs Bester

Insbesondere für Torhüter Christian Mathenia wurde es dadurch ein arbeitsintensiver Abend. Ein ums andere Mal musste der 29-Jährige seine ganze Klasse aufbieten um für sein Team noch Schlimmeres zu verhindern. Bei den beiden Gegentreffern war Mathenia allerdings machtlos und musste so die dritte Niederlage in Folge hinnehmen, wodurch der Club die Aufstiegsplätze nun erst einmal wieder aus den Augen verlieren dürfte. "Wir sind in unserer guten Phase nicht jubelnd durch die Stadt gelaufen, deshalb bleiben wir jetzt auch ruhig und werden in Ruhe analysieren, was wir besser machen müssen", wollte der Torhüter trotz der aktuellen Ergebniskrise aber keine Panik aufkommen lassen. In den kommenden Spielen wird der Club aber einen anderen Auftritt zeigen müssen, als gegen die Bremer.

Das gilt insbesondere für die zweite Hälfte, in der von den Gastgebern offensiv so gut wie nichts mehr zu sehen war. "Uns hat heute der Mut gefehlt, auch mal ins Risiko zu gehen. Man hatte auch nach der Pause direkt das Gefühl, das wir das Spiel nur über die Zeit bringen wollen. Wenn wir den Ball hatten, haben wir ihn sofort wieder schnell nach vorne gespielt", bemängelte Innenverteidiger Christopher Schindler und brachte die Darbietung aus dem zweiten Durchgang damit auf den Punkt.

Besser machen können es die Nürnberger durch die Länderspielpause nun erst in zwei Wochen, wenn es – erneut an einem Freitagabend – auswärts beim SV Sandhausen weitergeht.