Nach 2:0-Führung: Lieberknecht über Punkt „nicht enttäuscht“
Mit einem 2:2-Unentschieden kehrte Eintracht Braunschweig vom Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim zurück. Für die doppelte Gästeführung sorgten ein Eigentor von Heidenheims Julius Reinhardt (21.) und Eintracht-Stürmer Dominick Kumbela (41.). FCH-Kapitän Marc Schnatterer (49.) per Foulelfmeter und Arne Feick sorgten für das Remis.
Mit einem Zähler hätte Trainer Torsten Lieberknecht sicher gut leben können, wenn man ihm dies vor dem Match angeboten hätte. Aber eine 2:0-Führung aus der Hand zu geben, war nicht nach dem Geschmack des Eintracht-Coaches. Denn die Partie hatte gut begonnen für die Blau-Gelben, ging man doch mit einer Zwei-Tore-Führung in die Halbzeitpause. Auch weil Winter-Rückkehrer Dominick Kumbela erstmals wieder ins Schwarze traf. „In Durchgang eins haben wir tollen Fußball gezeigt“, sagte Lieberknecht in der Nachbetrachtung.
Dann gab es eine Elfmeterentscheidung gegen sein Team, mit der Lieberknecht nicht einverstanden war und auch die Teil-Wende im Spiel einleitete: „Diese geschenkte Situation hat den FCH zurück ins Spiel gebracht.“ Immerhin wurde ein Trend der Braunschweiger gestoppt: Es gab diesmal keine erneute Niederlage, so wie in den vergangenen drei Auswärtspartien der Niedersachsen.
Und so blieb als Fazit des 42-jährigen Coaches: „Ich bin nicht enttäuscht über das 2:2, auch wenn wir 2:0 geführt haben.“ Denn die positiven Aspekte, wie der spielerisch starken ersten Hälfte, in der „wir ein sensationelles Positions- und Passspiel hatten“ (Lieberknecht) und dem ersten Tor von Kumbela wollte der Übungsleiter nicht komplett außen vor lassen. Heidenheim scheint ohnehin ein gutes Pflaster für die Gelb-Blauen zu sein. Auch im achten Pflichtspiel gegen die Württemberger blieb der BTSV ungeschlagen. Bilanz: sechs Siege, zwei Remis.
Apropos Remis. Das erreichte Braunschweig auch im Hinspiel beim SC Freiburg Anfang November. Damals gingen die Lieberknecht-Schützlinge den umgekehrten Weg wie in Heidenheim: Sie schafften nach 0:2-Rückstand noch den Punktgewinn. Damit wäre man im Lager des ehemaligen Meisters sicher auch diesmal einverstanden. Anpfiff ist am Montagabend. Damit wird die Saisonschlussphase mit den letzten fünf Partien eingeläutet. Ob es auch die letzten fünf für den Trainer bei der Eintracht sind? Lieberknecht wurde zuletzt mit dem abstiegsbedrohten Erstligisten Werder Bremen als Nachfolger von Viktor Skripink ins Gespräch gebracht.