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Nach Dynamo-Pleite: Drexler legt Frust offen

Was ist los beim 1. FC Köln? Die Geißböcke schienen bei ihrem Durchmarsch in die erste Liga kaum noch zu stoppen, da gerät der Tabellenerste plötzlich ins Stolpern. Eine Aussage von Dominick Drexler nach der Partie gegen Dynamo Dresden sorgt für Zündstoff.

Dresden überrascht den Tabellenführer

Die guten Nachrichten aus Kölner Sicht zuerst: Auch nach der 0:3 Niederlage bei Dynamo Dresden steht der 1. FC Köln weiterhin mit 59 Punkten und damit komfortablen acht Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz ganz oben in der Tabelle. Der Aufstieg ist dem "Effzeh" also immer noch kaum zu nehmen. Dennoch ließ die Pleite gegen Dynamo aufmerken: Die Dresdener, die in der Hinrunde noch mit 1:8 vom Tabellenführer überrollt wurden, gewannen keineswegs unverdient. Direkt in der 12. Minute gingen die selbstbewusst auftretenden Hausherren in Führung, legten dann in der 35. und 66. Minute nach.

Von der Kölner Offensive um Modeste, Terodde und Drexler kam über 90 Minuten bemerkenswert wenig: "Es hat keiner annähernd seine Normalform erreicht", bemängelte Trainer Markus Anfang gegenüber dem Vereins-TV. Zum ersten Mal nach sechs Siegen in Folge ging seine Elf als Verlierer vom Platz – nachdem man schon in den letzten zwei Partien gegen Duisburg und den HSV nur Unentschieden spielte: "Es hat an allem gefehlt, das muss man mal ganz ehrlich sagen. Dynamo war uns in allen Belangen überlegen und das können wir als gebrauchten Tag abstempeln. Aber wir müssen darüber reden, weil es so einfach nicht geht."

"Das machen die Stars"

Im Kölner Lager herrschte Frust. Vor allem Dominick Drexler ließ seinem Ärger im Kabinentrakt freien Lauf – obwohl er eigentlich gar nichts sagen wollte: "Das machen die Stars", entgegnete der Angreifer einem "Express"-Bericht zufolge auf die Frage nach einem Kommentar zum Spiel. Ein kurzer Satz, der aber viel über die momentane Anspannung im Kölner Mannschaftsgefüge aussagt.

"Das Negativste wäre, wenn sie sagen, wir gehen raus und spielen es einfach mal runter. Das glaube ich aber nicht", wollte Trainer Anfang keinem seiner Spieler die passende Einstellung absprechen: "Wir haben jetzt schon darüber gesprochen, es braucht keiner auf den anderen zu zeigen, sondern jeder muss sich an die eigene Nase packen und mal überlegen, was er da gespielt hat. Und jeder muss sich darauf konzentrieren, seine eigene Form zu finden und seine Leistung zu bringen", forderte der Trainer. Der FC trifft am kommenden Spieltag auf den SV Darmstadt 98 – und wird auf Wiedergutmachung aus sein.