Nach Niederlage: Duisburgs Schiedsrichter-Frust

Nachdem der MSV Duisburg in der letzten Woche bei Arminia Bielefeld einen Sieg einfahren durfte und vier Pflichtspiele lang kein Gegentor kassierte, kam die Mannschaft von Torsten Lieberknecht gegen Holstein Kiel mit 0:4 unter die Räder. Das Ergebnis ärgerte Spieler wie Trainer - ebenso, wie die Schiedsrichterleistung.
Duisburger Zu-Null-Serie gerissen
56 Minuten dauerte es, bis in der Partie Duisburg gegen Kiel ein Tor fiel: In der zweiten Hälfte traf Kingsley Schindler für die Gäste und stellte die Weichen für das 0:4, das später folgen sollte. Besonders ärgerlich für den MSV Duisburg: Zu diesem Zeitpunkt hätte man - vielleicht - schon führen können.
Denn in der 21. Minute kam Kiels Jonas Meffert im Sechzehner mit der Hand an den Ball. Schiedsrichter Badstübner ließ aber weiterlaufen - und zog so den Unmut der Duisburger auf sich: "Aus meiner Sicht war es ein klarer Elfmeter. Ich stehe direkt hinter Meffert, er geht klar mit Schulter und Arm zum Ball", wurde Duisburgs Stürmer Verhoek gegenüber dem "Kicker" deutlich. Auch Kapitän Kevin Wolze ärgerte sich über die Entscheidung, zumal es aus Sicht der Zebras beileibe nicht die erste in dieser Spielzeit war: "Leider sind wir diese Saison nicht vom Glück verfolgt, was die Schiedsrichter-Entscheidungen angeht."
"Müssen die Niederlage akzeptieren"
Für die deutliche Niederlage am Ende wollte aber niemand den Schiedsrichter verantwortlich machen. Vor allem die Qualität des Gegners sei entscheidend gewesen, findet Trainer Lieberknecht: "In der ersten Halbzeit haben wir ein ordentliches Spiel gemacht, haben versucht, die Kieler weit weg vom Tor zu halten", erklärte der Coach nach der Partie: "Nach dem Wechsel haben wir Kiel durch einen eigenen Freistoß ins Spiel gebracht und sie haben ihre Qualität gezeigt. Wir müssen heute die Niederlage akzeptieren."