Nach Pokalaus: Magdeburg hadert mit Schiedsrichter

Im Zweitligaduell unterlag der 1. FC Magdeburg dem SV Darmstadt 98 mit 0:1. Im Nachgang der Partie hatte der FCM auch an einigen Schiedsrichterentscheidungen zu knabbern.

Früher Rückstand durch Elfmeter

Viel schlechter konnte der 1. FC Magdeburg nicht in die DFB-Pokal-Partie gegen Ligakonkurrent Darmstadt starten: Marcel Mehlem tauchte nach zwei Minuten frei vor dem Kasten des FCM auf, Abwehrmann Nico Hammann wusste sich nur noch per Schubser zu helfen – Schiedsrichter Robert Schröder entschied auf Elfmeter. Die Gelegenheit ließ sich Tobias Kempe nicht entgehen: Eiskalt vollstreckte er zum 0:1 aus Magdeburger Sicht.

"Wir sind natürlich tierisch schlecht ins Spiel gekommen, da gehen sie direkt in Führung", kommentierte Trainer Jens Härtel auf der Pressekonferenz im Anschluss des Spiels: "Aber was wir dann danach gemacht haben, war für unsere Verhältnisse eine richtig klasse Leistung. Wir hatten in der ersten Halbzeit drei Riesenchancen, da müssen wir das Tor machen, ohne wenn und aber."

FCM investiert viel, trifft aber nicht

Der Zweitliga-Aufsteiger zeigte sich spielerisch und kämpferisch stark, von den Lilien kam lange Zeit lang gar nichts: "Die Mannschaft hat unheimlich viel investiert, da kann ich nur ein Lob aussprechen. Auch die Fans haben dazu beigetragen, dass wir so eine Leistung abliefern konnten. Das muss uns Mut geben, für die nächsten Ligaspiele." Denn: In der Pokalpartie nütze aller Einsatz nichts. Der Leistung der ersten Hälfte musste die Härtel-Elf Tribut zahlen: "In der zweiten Halbzeit, nachdem sich Darmstadt etwas geschüttelt hat, fehlte uns ein bisschen die Kraft."

Umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen

Doch auch der Schiedsrichter spielte aus Magdeburger Sicht eine Rolle an der Niederlage. Zum einen pfiff der Unparteiische einen Treffer von Michel Niemeyer aufgrund einer Abseitsstellung ab, entschied nach einem Foul an Christian Beck nicht auf Strafstoß und fällte dazu einige umstrittene Freistoßentscheidungen. Gegenüber der "Bild" wurde Offensivmann Beck im Anschluss an die Partie deutlich: "Es war ein klarer Elfer. Genau so klar wie der für Darmstadt. Für die hat er gepfiffen, für uns nicht. Machen wir unser Tor, läuft das Spiel ganz anders." Auch Trainer Härtel bilanzierte nach dem Spiel: "Ich denke, das geht jedem Trainer so. Ich hatte schon das Gefühl, dass er in 50-50 Situationen eher für Darmstadt entschieden hat. Wenn es kein Abseitstor war, dann tut das doppelt weh."

 

 

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