"Nicht blödsinnig provozieren": Hertha-Coach Dardai kritisiert Umgang
Hertha-Trainer Pal Dardai hat vor dem anstehenden Duell gegen Greuther Fürth deutliche Kritik an der Berichterstattung rund um den Absteiger geübt. Personell herrschte dabei größere Klarheit.
Interne Kritik wegen der Söhne?
Mehrere Medien berichteten zuletzt, dass innerhalb der Berliner Mannschaft Stimmen laut wurden, die eine mögliche Bevorzugung der drei Söhne von Trainer Pal Dardai, Marton, Bence und Neuzugang Palko, sahen. Reiner Humbug, wenn man dem 47-Jährigen Glauben schenken darf. "Wir haben unsere Jungs, lasst die auch in einer vernünftigen Umgebung wachsen und nicht blödsinnig irgendwie provozieren", so der Cheftrainer auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel.
In seiner Kritik ging er dabei sogar noch einen Schritt weiter. So sei die Berichterstattung " langsam Mobbing." Es sei "nicht in Ordnung, dass jeder jede Woche irgendwelche negativen Aussagen macht über den Klub." Nach dem Fehlstart der Hertha mit drei Niederlagen und ohne eigenen Treffer war tatsächlich in den vergangenen Wochen viel geschrieben worden. Hetzen lassen, um die gesteckten Ziele zu erreichen, wollte er sich jedoch nicht. "Vielleicht dauert der Aufstieg, so wie es im Moment aussieht, drei, vier Jahre", prognostizierte der Ungar.
Transparenz bei der Formation
Aussagen, die potenzielle Neuzugänge wie Diego Demme, dessen Transfer aus Neapel sich immer mal wieder anbahnte, womöglich abschreckt. Wie "transfermarkt.de" berichtet, soll der Mittelfeldmann den Berlinern am Donnerstag abgesagt haben. So blickte der Coach auch viel lieber auf das Spielermaterial, das ihm zur Verfügung stand.
Hierbei zeigte er sich sehr transparent. "Mit Mittelstürmern bin ich immer konsequent. Wenn ich die Entscheidung getroffen habe für einen, dann kriegt er erstmal das Vertrauen. Tabakovic wird spielen", versicherte Dardai. Auch Neuzugang Karbownik, der zuletzt ausfiel, darf wohl starten, "wenn die Schulter mitmacht." Kapitän wird zudem der lädierte Toni Leistner sein. "Er hat nicht nur das Alter und die Erfahrung dafür, sondern ist hier so angekommen als Typ und als Mensch, als wäre er seit 20 Jahren hier", so Dardai. Unsicher ist nur, ob der Innenverteidiger rechtzeitig fit wird. Endgültige Klarheit herrscht dann am Samstagnachmittag.