• Facebook
  • Twitter

"Nicht ganz unwichtig": KSC holt ersten Saisonsieg

IMAGO / Eibner

Der Karlsruher SC hat den ersten Pflichtspielsieg der Saison 2022/23 eingefahren und im Erstrundenspiel des DFB-Pokals mit 8:0 gegen den Oberligisten TSG Neustrelitz gewonnen. Zwar handelte es sich hierbei um einen Pflichtsieg, doch Coach Christian Eichner schrieb dem Erfolg etwas mehr Relevanz zu als gewöhnlich.

"Souveräner Sieg"

Alles andere als ein Sieg des KSC wäre am Freitagabend bei dem in der fünften Liga spielenden Gegner durchaus eine Blamage gewesen, doch war beim Favoriten in den vergangenen Wochen auch vieles ganz anders als normal. Entsprechend klagte auch KSC-Coach Christian Eichner auf der Pressekonferenz nach dem DFB-Pokal-Spiel über "viele Jungs, die noch unter Verletzungen leiden", um die Wichtigkeit des Überstehens der ersten Runde zu unterstreichen. Alleine auf der Innenverteidigerposition fallen bei den Karlsruhern fünf Spieler aus, nachdem auch der nachverpflichtete Florian Ballas sich zuletzt einen Muskelfaserriss zuzog.

Die Folge waren acht Gegentore in den ersten zwei Ligaspielen. Die Abwehr wirkte zuteilen vogelwild. Gegen Neustrelitz begannen nun die einzig fitten Gordon und Franke, welche jedoch wenig gefordert wurden. "Wer uns die letzten Wochen verfolgt hat, der hat gesehen, dass die ein oder andere Situation nicht ganz rund lief bei uns", umschrieb auch Eichner. Nach einem schon eher herbeigesehnten Ende der vergangenen Saison, in dem dem KSC nicht mehr viel glückte, verlief auch der jetzige Start besorgniserregend. Nun also die Wende?

Schub für die Liga?

Allzu hoch gehängt werden konnte der klare 8:0-Erfolg wahrlich nicht, doch einfach so hinnehmen wollte Eichner den ersten Saisonsieg nun auch nicht. So sei der Kantersieg "im Gesamtpaket", so Eichner, "nicht ganz so unwichtig für uns gewesen". Sein Team habe die Tore "zum richtigen Zeitpunkt" gemacht "das Spiel in eine bestimmte Richtung gebracht". Besonders auffällig dabei war Fabian Schleusener, der zum Man of the Match gekürt wurde, da er einen Hattrick binnen der ersten 45 Minuten beisteuerte (12./14./41.) und auch sonst auffällig agierte. Auch der für ihn in der 61. Minute eingewechselte Schweizer Simone Rapp trug sich noch mit einem Doppelpack (82./87.) in die Torschützenliste ein.

Damit habe die Mannschaft die Vorgabe, nach dem 3:0 zur Pause "noch ein paar Tore draufzusetzen", vollends erfüllt und sogar fünffach im zweiten Durchgang getroffen. Entsprechend wollte Trainer Eichner abschließend ein "Kompliment an die Jungs" aussprechen. Vor allem in Anbetracht der schwierigen Umstände "war es uns schon sehr, sehr wichtig, heute hier den ersten Sieg einzufahren und auch in der Art und Weise souverän aufzutreten", bekundete Eichner. Dies ist durchaus gelungen. Ob und wie sich dies in den Ligaalltag transportieren lässt, bleibt nun abzuwarten. Für den KSC geht es am kommenden Freitag zum Bundesligaabsteiger Greuther Fürth, der ebenfalls einen schwachen Start aufzuweisen hat. Hier werden wohl neue Erkenntnisse gewonnen werden können.