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"Niederlage nicht zuhause gelassen": SCP beendet Hinrunde mit Negativlauf

© IMAGO / Eibner

Der SC Paderborn hat die Erfolgsspur verlassen. Bei der 1:2-Pleite in Nürnberg kassierte die Kwasniok-Elf bereits die vierte Niederlage in Folge. Der niedergeschlagene Cheftrainer sprach nach Abpfiff davon, dass in der Winterpause nun harte Arbeit gefordert sei – denn von bisherigen Erfolgen dürften sich die Ostwestfalen nicht blenden lassen, wie die letzten Wochen zeigten.

"Enttäuschung ist natürlich riesig"

An der Pader wurde in der ersten Saisonhälfte ausgiebig gejubelt, schließlich fielen 26 Tore in neun (!) Partien im heimischen Stadion. Mit insgesamt 35 Toren stellt der SCP somit die offensivstärkste Mannschaft der Hinrunde – doch davon war in den letzten Wochen kaum mehr etwas zu sehen. Ein Treffer am Nürnberger Valznerweiher genügte wieder nicht, um etwas Zählbares vor der Winterpause zu holen. Viermal in Folge gingen die Paderborner als Verlierer vom Platz, der Sportclub wurde ins Mittelfeld der Tabelle zurückgeworfen. Aus den letzten fünf Spielen folgten nur noch drei Tore, vom Spektakel ist zurzeit nichts mehr zu sehen.

"Die Enttäuschung ist natürlich riesig. Der Anstand und die Höflichkeit gebietet es, dem verdienten Sieger zum Sieg zu gratulieren", zeigte sich SCP-Coach Lukas Kwasniok sichtlich niedergeschlagen in der Pressekonferenz nach der Partie. Trotz guter Hinrunde, die mit 26 Punkten auf dem sechsten Platz endet, geht der SCP mit einem Negativlauf in die Winterpause. Dem Spiel in Nürnberg gewann der Cheftrainer kaum positives ab: "In den 90 Minuten haben wir ein sehr fehleranfälliges Spiel von beiden Teams gesehen. Das war der Tatsache geschuldet, dass Nürnberg in einer nicht so leichten Phase ist und wir auch nicht vor Selbstvertrauen strotzen." Geändert hat sich nur die Nürnberger Situation.

Kwasniok will Köpfe freibekommen

"Es wäre für uns durchaus von Vorteil gewesen, wenn wir es geschafft hätten, mit der Riesengelegenheit direkt zu Beginn in Führung zu gehen", fand Kwasniok. Doch die Chance wurde vertan, erst nach dem doppelten Rückstand kamen die Paderborner auf die Anzeigetafel. "Spätestens nach dem 0:1 hat man gemerkt, dass es heute richtig schwer werden wird. Mit dem Traumtor zum 0:2 wurde es dann definitiv nicht leichter", urteilte der SCP-Coach über den Spielverlauf. Zwar konnte Julian Justvan noch verkürzen (64.), doch es blieb beim Heimsieg der Nürnberger. "Wir haben es leider nicht geschafft, die Niederlagen zuhause zu lassen", so Kwasniok.

Für den 41-Jährigen war der Negativlauf zur Kopfsache geworden. Deswegen will Kwasniok nun konzentriert in die Wintervorbereitung gehen. "Es gilt, sich zu schütteln, ein wenig zu erholen und dann wieder hart zu arbeiten", kündigte der Cheftrainer an. Die Mannschaft dürfe sich "von den vergangenen Leistungen und Erfolgen nicht blenden" lassen, um nach der Winterpause wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Denn eines ist klar: "Für einen Sieg gibt es keinen Ersatz." Den wollen sich die Paderborner dann im neuen Jahr (27. Januar) möglichst holen. Dann jedoch ohne Marvin Pieringer, der kurz vor Schluss die Gelb-Rote-Karte sah.