Nürnberg: Spieler vor Partie gegen Hannover bedroht

Am Freitagabend unterlag der 1. FC Nürnberg daheim mit 0:3 gegen Hannover 96. Überschattet wurde die Partie von einem unschönen Vorfall: Vor dem Spiel kam es laut Verein zu Morddrohungen gegen Nürnberger Spieler.

"Widerliche Aktion" vor der Partie

Eigentlich hätte der Fokes des 1. FC Nürnberg auf dem Spiel gegen Hannover 96 liegen sollen. Doch vor dem Spiel kam es zu einem Vorfall: Mehrere Örtlichkeiten wie das Service-Center am Stadion wurden laut Verein von einem oder mehreren Unbekannten mit Aufklebern versehen, "die unter anderem Bedrohungen gegen Spieler des FCN beinhalteten."

Der Verein sprach von einer "widerlichen Aktion" und habe umgehend Strafanzeige gestellt. Die Ermittlungen wurden bereits eingeleitet, die Aufkleber entfernt. Sportvorstand Robert Palikuca äußerte sich deutlich: "Wir verurteilen diese widerliche und geschmacklose Aktion aufs Schärfste und werden alles dafür tun die Verursacher zur Rechenschaft zu ziehen."

"Überhaupt nicht zufrieden"

Auch Trainer Jens Keller verurteilte die Aktion und gab Einblick in die Auswirkungen auf die Mannschaft: "Vor der Partie gab es diese Aktion mit den Aufklebern. Die betroffenen Spieler wussten davon und haben gesagt, dass sie spielen wollen. Ich hoffe, dass es die Spieler nicht so belastet hat, dass es am Ende zu dieser Leistung geführt hat", so der Trainer, der später die 0:3 Niederlage hinnehmen musste: "Wir haben 18 Minuten das umgesetzt, was wir uns vorgestellt hatten. Nach dem Tor hat uns dann der Mut verlassen, mir hat da die Körpersprache nicht gefallen. Wir haben uns nicht mehr so gewehrt und die Dinge nicht mehr so umgesetzt. Mit unserem Spiel können wir heute überhaupt nicht zufrieden sein."

Auch Keeper Mathenia ärgerte sich nach der Partie über das Spiel: "Diese Leistung ist nicht erklärbar. Wir hatten einen guten Matchplan und sind auch in den ersten zehn Minuten gut reingekommen. Mit dem Gegentor haben wir total den Faden verloren. Nach dem 0:1 sind wir wieder in alte Muster verfallen. Uns hat das Feuer gefehlt und der Wille, es noch zu drehen. Jeder muss sich hinterfragen, wir sind noch nicht aus dem Gröbsten raus."

 

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