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Nürnberg will auf Schalke noch etwas "draufpacken"

IMAGO / Zink

Gelingt mit dem Abschluss der Hinrunde der Sprung auf einen Platz unter den Top3? Am Freitag (18.30 Uhr) gastiert der 1. FC Nürnberg beim befreundeten FC Schalke 04. Mit einem Erfolg könnten sich die Franken eine gute Hinrunde versüßen. Dass beim Gegner der beste Torschütze ausfällt, sieht Club-Coach Robert Klauß jedoch nicht als großen Vorteil an. 

Gegner "in der Pflicht, eine gute Saison zu spielen"

Dass Spieler und Trainer nicht permanent auf die Tabelle schauen, ist hinlänglich bekannt. Dafür wird dies zu oft bei entsprechenden Nachfragen betont. Bei Robert Klauß gab es selbst in Vorbereitung des Spiels gegen die Knappen keinen Blick auf das Tableau. Darauf angesprochen, dass der Absteiger einen Punkt hinter dem "Glubb" liegt und letztlich ein Konkurrent im Aufstiegsrennen werden könnte, entgegnete der 37-Jährige, er habe dies nicht gewusst. "Wirklich", schob er seiner Antwort nach, um der Aussage noch mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Zeigt: Der gebürtige Brandenburger konzentriert sich voll auf seine Mannschaft, will dieser mitgeben, wie im Duell der befreundeten Vereine ein Sieg zu holen ist, um mit dem Abschluss der Hinrunde eventuell auf einen Aufstiegsplatz zu springen. Auch die Erwartungshaltung im Umfeld der Schalker beschäftigt Klauß nicht. Klar: Der Gegner sei "in der Pflicht, eine gute Saison zu spielen. Es ist ein großer Verein, sie wollen ihre Ziele erreichen".

Terodde-Ausfall kein Vorteil

Viel wichtiger aber ist für ihn, "dass wir unsere Leistung bringen und punkten". Elementar für den Erfolg sei eine geeignete Herangehensweise. "Unabhängig davon, ob wir auswärts oder zu Hause spielen." Was am Ende daraus folgt, ist im Moment unwichtig". Mit 27 Punkten ist der FCN auf Rang fünf, liegt einen Zähler hinter dem dritten Rang. Die aktuelle Ausbeute sei "gut". Doch noch sind zwei Spiele zu absolvieren. "Da wollen wir draufpacken. Alles andere kann ich ja eh nicht beeinflussen."

Dass beim Ruhrpott-Klub mit Simon Terodde der beste Schütze (zwölf Tore in 14 Spielen) ausfällt, sei kein allzu großer Vorteil, meinte der Fußballlehrer. "Schalke war auch in den letzten Spielen torgefährlich, sie haben sich darauf eingestellt." Auch bei der jüngsten 1:2-Niederlage auf St. Pauli habe das Team "klare Chancen" gehabt und habe "auf Augenhöhe" agiert. "Sie haben nach vorn auch andere torgefährliche Spieler." Deshalb habe der Terodde-Ausfall "wenig Einfluss auf uns. Das Spiel hat sich durch den Wegfall nicht verändert".

Wer ersetzt Tempelmann?

Die Franken, die drei der vergangenen fünf Ligapartien verloren haben, müssen auf Florian Hübner, Felix Lohkemper und Lino Tempelmann verzichten. Letztgenannter sitzt eine Gelbsperre ab. "Wir haben im Training zwei Varianten ausprobiert, Donnerstag nach dem Abschlusstraining überlegen wir, wie wir es machen", wollte Klauß noch nicht mehr verraten. Mit Fabian Nürnberger und Taylan Duman verfüge der Kader über "zwei richtig gute Alternativen, die auch schon gute Spiele gemacht haben".