Nur 2 von 12 möglichen Punkten: Eintracht in Ergebniskrise
Bei der SpVgg Greuther setzte es für Eintracht Braunschweig die höchste Niederlage der bisherigen Spielzeit. Mit einem 0:3 kehrten die Niedersachsen vom Ronhof heim. Zwei Mal Robert Zulj per Kopf (23. und 84. Minute) und Marco Stiepermann (58.) besorgten die Tore für die Franken.
Erst zum zweiten Mal überhaupt und zum ersten Mal seit dem 1. Spieltag kassierte Braunschweig in dieser Spielzeit mehr als zwei Gegentore in einem Ligaspiel. Damals wie auch am Freitag brachten Unaufmerksamkeiten bei gegnerischen Standards den BTSV auf die Verliererstraße. „Zwischen den Jungs, die da eingeteilt sind, muss schnellere Kommunikation stattfinden. Auf so einem Niveau darf so etwas nicht passieren“, benannte Braunschweigs Coach die Unzulänglichkeiten beim Fürther Führungstor, das nach einem Freistoß fiel.
Haderte Trainer Torsten Lieberknecht zuletzt und auch beim Spiel in Franken vor allem mit der offensiven Durchschlagskraft (nur vier Treffer in sieben Spielen 2016), so konnte er sich doch zumeist auf seine stabile Defensive verlassen. Nicht so in Fürth. „Im Zentrum der Viererkette waren die Fürther schon sehr präsent und aufmerksam“, fand Lieberknecht lobende Worte für die Hintermannschaft des Gegners. Ein Kompliment, das er über weite Teile der Saison stets seinem Defensivverbund aussprechen konnte. Doch mit den drei Gegentreffern beim Kleeblatt ist die Eintracht auch ihren Status als beste Abwehr der Liga erst mal an Spitzenreiter Leipzig (23 Gegentore) losgeworden. Kapitän Ken Reichel bekannte: "Wir sind enttäuscht. Das Wort Ergebniskrise trifft es wohl ganz gut." In der Tat: Zuletzt holten die Blau-Gelben nur zwei von zwölf möglichen Zählern.
Durch die Niederlage fällt die Eintracht hinter den Fürthern auch Rang acht zurück. 15 Punkte Rückstand auf den Relegationsrang drei, 11 Zähler Vorsprung auf Platz 16 – die aktuelle Tabellensituation des BTSV ist eine, die man am ehesten als das viel zitierte „Niemandsland“ beschreiben kann. Wenig verwunderlich, dass Mirko Boland zum Fazit kam, dass „bei uns die Gier gefehlt hat.“ Die gilt es nun bis zum kommenden Wochenende wieder zu wecken. Dann müssen die Löwen erneut auswärts ran. Es steht das Match an der Alten Försterei in Berlin an. Auch Union könnte mit einem Sieg in der Tabelle an der Eintracht vorbeiziehen.