Ohne großen Ausbau: Dresdner Stadion soll mehr Plätze bekommen

In der Vergangenheit war eine Aufstockung der Tribünen des Rudolf-Harbig-Stadions im Gespräch. Nun könnten dezente Änderungen die Kapazität leicht erhöhen.
Größere Fluchttüren
Auch wenn es sich viele Fans gewünscht hätten: Eine große Baumaßnahme, die den Zuschauerbereich von aktuell 32.000 auf 45.000 erweitern würde, ist für absehbare Zeit vom Tisch. Dafür hat Dynamo einen anderen Vorschlag: Laut "Bild"-Informationen plant der Verein im Innenraum des Stadions zwei Umstrukturierungen. Zum einen soll auf der VIP-Tribüne wurde durch den Einbau größerer Fluchttüren die Grundlage geschaffen, dass künftig mehr Zuschauer in diesen Bereich hineingelassen werden dürfen. Diese Änderung steht im Geschäftsbericht, der auf der Mitgliederversammlung am Samstag präsentiert wird.
Sitzplätze für den Gästeblock
Zudem ist geplant, im Gästebereich Sitzplätze anzubieten. Dieser besteht zur Zeit ausschließlich aus Stehplätzen. Die Dresdner versprechen sich von dieser Maßnahme, mehr eigene Fans mit Karten zu versorgen, denn diese könnten dann direkt neben dem Gästeblock sitzen. Dieser Bereich ist bislang noch für die Auswärtsfans reserviert und wird bei Risikospielen als Pufferzone genutzt. Das neue Rudolf-Harbig-Stadion wurde vor gut zehn Jahren eröffnet und erfreut sich regelmäßig eines hohen Zuschauerandrangs. Durchschnittlich 27.473 Fans besuchten die bisherigen sieben Spiele der Schwarz-Gelben - das ist der sechstbeste Wert in der 2. Bundesliga. Ende der vergangenen Saison lag die Zahl sogar bei 28.482 Personen. Lediglich der FC St. Pauli sowie der 1. FC Köln und der Hamburger SV mit ihren jeweils deutlich größeren Stadion konnten einen höheren Schnitt aufweisen.