Ohne Trainer Lieberknecht: Lethargischer BTSV verliert in München

Am 31. Spieltag musste Eintracht Braunschweig beim TSV 1860 München eine späte 0:1-Niederlage hinnehmen. Das Tor des Tages für die bayerischen Löwen erzielte der eingewechselte Stürmer Rubin Okotie in der 87. Minute nach einem Eckball. Erneut ist es den Braunschweigern nicht gelungen, den Auswärtsfluch zu besiegen und gegen die arg vom Abstieg bedrohten Münchner Löwen einen Dreier in der Fremde einzufahren.

Nachdem Trainer Torsten Lieberknecht in dieser Spielzeit schon des Öfteren verletzungsbedingte Umstellungen vornehmen musste, konnte er selbst diesmal nicht auf der Bank Platz nehmen. Ein Magen-Darm-Virus legte ihn lahm, sodass er dem Team nur vor dem Match und in der Halbzeit Instruktionen geben konnte. Seinen Job während der 90. Minuten an der Seitenlinie übernahm der etatmäßige Co-Trainer Darius Scholtysik.

Der musste erleben, wie sein Team wenig Zwingendes bei 1860 auf den Platz brachte und am Ende wieder nicht den erhoffen ersten Auswärtssieg 2016 einfahren konnte. Der letzte von bislang insgesamt erst vier Siegen in der Fremde datiert aus dem Dezember letzten Jahres (2:0 in Sandhausen). „Die Art und Weise, wie wir heute aufgetreten sind, hat einfach nicht ausgereicht“, fand Scholtysik nach Schlusspfiff klare Worte zur Leistung des BTSV. Mittelfeldmann Mirko Boland gestand ein: „Wir haben heute zu lethargisch gespielt.“

Scholtysik: „Wir müssen uns bei Standards mehr wehren“

Ebenfalls bekannt ist die Schwäche der Blau-Gelben bei gegnerischen Standards, die in dieser Saison schon mehrfach zu Gegentoren geführt hat. Einmal mehr machte sich dies an Sonntag der Gegner zu Nutze und verbuchte damit drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Scholtysik: „Bei Standards gegen uns müssen wir uns mehr wehren, mehr zur Sache gehen. Da haben wir aktuell Schwierigkeiten.“ Am Ende blieb festzuhalten: Der Deutsche Meister von 1966 schlägt den von 1967 im Duell der beiden Traditionsclubs.

Am kommenden Samstag hat die Eintracht mit dem 1. FC Nürnberg dann den Meister von 1968 zu Gast, der gleichzeitig die Mannschaft der Stunde ist. Der „Club“ holte in der Rückrunde die meisten Zähler der Liga und kann durch einen Punktgewinn an der Hamburger Straße den Relegationsrang sichern.

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