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Osnabrück schockt den HSV: "Meiner Mannschaft habe ich es zugetraut"

Am Freitagabend kassierte der HSV einen Rückschlag in Form einer Niederlage, die man nicht unbedingt erwartet hatte. Für den VfL Osnabrück hingegen war das 2:1 natürlich ein großer Schritt in die richtige Richtung – und machte Trainer Daniel Thioune dementsprechend glücklich.

"Ein ziemlich geiles Tor"

20 Punkte nach 15 Spieltagen, ein souveräner achter Tabellenplatz und ein überaus ausgeglichenes Verhältnis zwischen Siegen, Niederlagen und Unentschieden (jeweils 5): Der VfL Osnabrück kann mit seiner bisherigen Saison durchaus zufrieden sein. Am Freitagabend gab es dann einen besonderen Bonus: Ein Sieg gegen einen klaren Aufstiegsfavoriten – der schmeckt natürlich besonders gut. Dementsprechend gut gelaunt zeigte sich Daniel Thioune auf der Pressekonferenz nach der Partie – wenngleich er mit einem Kritikpunkt in seine Einschätzung einstieg: "Die ersten 20, 25 Minuten war meine Mannschaft gar nicht im Spiel drin. Wir haben dem Gegner schon viel den Ball überlassen", fand der Coach, der beispielsweise kurz gezittert haben dürfte, als Martin Harnik mit seinem Abschluss gerade so nur den Pfosten erwischte (23.). Zu diesem Zeitpunkt war der HSV klar tonangebend.

Doch das sollte sich ändern – und zwar eine knappe Viertelstunde später. Da setzte sich Niklas Schmidt nämlich plötzlich mit einem starken Solo gegen die HSV-Defensive durch und schloss auch noch perfekt ab. Das 1:0 für die Hausherren – und der Höhepunkt des Spiels für Thioune: "Das war natürlich für mich ein ziemlich geiles Tor, wenn der Schmidt da so abgeht, ein paar Leute stehen lässt und das Ding dann reinnagelt. Das hat mich dazu veranlasst, gleich in die Traube mit einzusteigen und ihm zu sagen, wie geil ich das fand." Bei seinem Gegenüber Dieter Hecking hielt sich die Begeisterung über diesen Treffer selbstredend in Grenzen – und das galt auch für den nächsten Schlag, den Blacha dem HSV in Form eines Kopfballtreffers versetzte (45.).

Thioune sieht "verdienten Sieg"

Es ging also mit einem 2:0 in die Pause, das der HSV im Laufe der zweiten Halbzeit noch in ein 2:1 verwandelte: "Ich muss sagen, dass wir es in der zweiten Halbzeit nicht mehr geschafft haben, den Gegner von unserem Tor wegzuhalten", kritisierte Thioune: "Wir haben um diesen Anschlusstreffer ein bisschen gebettelt. Danach waren wir aber wieder besser im Spiel." Er sah seine Mannschaft wieder mutiger: "Wir konnten es besser verteidigen", so der Coach, dessen Team danach sogar noch die ein oder Chance auf die Entscheidung hatte. Am Ende reichte es aber auch ohne einen weiteren Treffer zum Erfolg: "Ich denke, man kann von einem verdienten Sieg sprechen", freute sich der Trainer über die gezeigte Leistung: "Vielleicht nicht erwartungsgemäß – aber meiner Mannschaft habe ich es zugetraut."